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SC Paderborn v FC Ingolstadt - DFB Cup
Ben Zolinski (Mitte) erzielt den Siegtreffer für Paderborn gegen den FC Ingolstadt © Getty Images
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Paderborn - In einer umkämpften Begegnung siegt Drittligist Paderborn gegen favorisierte Ingolstädter. Ein SC-Spieler will sich mit einem sportlichen Top-Event belohnen.

Drittligist SC Paderborn hat zum ersten Mal das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht und damit nach dem Beinah-Abstieg im vergangenen Sommer zum Jahresende für ein Highlight gesorgt.

Das Team von Trainer Steffen Baumgart setzte sich in einer spannenden Begegnung am Ende verdient mit 1:0 (0:0) gegen Bundesligaabsteiger FC Ingolstadt durch und bleibt damit als einziger Drittligist im Cup-Wettbewerb. Dort genießen die Ostwestfalen auch in der Runde der letzten Acht im Februar Heimrecht.

Millionen-Bonus für Paderborn

Ben Zolinksi gelang in der 56. Minute der Siegtreffer für den Herbstmeister der 3. Liga, der in den Runden zuvor im FC St. Pauli und dem VfL Bochum bereits zwei Zweitligisten aus dem Wettbewerb geworfen hatte.

Der SCP darf sich zudem über eine Zusatzeinnahme von 1.273.000 Euro freuen, die der DFB für das Erreichen des Viertelfinales auszahlt. "Das ist unbeschreiblich, wir sind an unsere Grenzen gegangen und dafür belohnt worden", sagte SCP-Mittelfeldspieler Robin Krauße überglücklich nach dem Abpfiff.

Strohdiek belohnt sich mit Darts-WM

Paderborns Innenverteidiger Christian Strohdiek will den Erfolg gegen Ingolstadt im Weihnachtsurlaub bei einem anderen sportlichen Top-Event feiern. "Ich werde ein bisschen in den Urlaub fahren, nach London zur Darts-WM, die Stimmung dort genießen", sagte Strohdiek nach dem Spiel gegen den FCI zu seinen Feiertagsplänen. 

Dessen Coach Steffen Baumgart lobte seine Mannschaft: "Wir freuen uns natürlich über das Erreichen der nächsten Runde. So wie die Jungs aufgetreten sind, gerade auch in der zweiten Halbzeit, ist es nicht unverdient."

Ingolstadts Trainer Stefan Leitl war dagegen bedient. "Das war am Ende schlichtweg nicht genug von uns", meinte Leitl nach dem Spiel, zeigte sich aber kämpferisch. "Jetzt müssen wir den Kopf wieder hochnehmen und dann greifen wir 2018 wieder in der Liga an!"

Paderborn fand nur schwer ins Spiel

Vor 14.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena war Ingolstadt in den ersten 20 Minuten das aktivere Team, Paderborn fand dagegen kaum ins Spiel. Nach und nach kamen die Gastgeber besser in Schwung, hatten aber ebenso wie Ingolstadt vor der Pause keine zwingenden Torchancen. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Die Gäste mussten bereits in der 32. Minute Offensivspieler Thomas Pledl, der sich bei einem Zusammenprall mit Robin Krauße verletzt hatte, durch Robert Leipertz ersetzen.

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Paderborner Chancenwucher

Nach dem Seitenwechsel drückte Paderborn und kam nach guter Vorarbeit von Dennis Srbeny zum Führungstreffer. In der Folgezeit hätten Sven Michel und Srbeny, der in der 73. Minute freistehend aus zwei Metern nur den Pfosten traf, die Partie frühzeitig entscheiden können. So musste der ehemalige Bundesligist noch bis zum Schlusspfiff zittern.

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