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Rene Adler und Co. mussten sich nach der Pleite in Frankfurt von den Fans deutliche Worte anhören
Rene Adler und Co. mussten sich nach der Pleite in Frankfurt von den Fans deutliche Worte anhören © Getty Images
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Mainz 05 zeigt bei der Pokalpleite in Frankfurt 90 Minuten Slapstick-Fußball. Die kostümierten Fans kochen vor Wut. Die Zeit der Ausreden ist vorbei.

Tiger, Bären und Clowns brüllten den Spielern des FSV Mainz 05 ihre Wut ins Gesicht.

Nach 90 Minuten Slapstick-Fußball ihrer Elf hatte sich bei den kostümierten Fans des Karnevalsvereins jede Menge davon angestaut.

Vor allem das Abwehrverhalten der Rheinhessen hatte mit Profifußball wenig zu tun.

"So wie wir die Gegentore bekommen haben, kannst du kein Spiel gewinnen. Wenn du es so herschenkst, stimmt das sehr nachdenklich. Das nervt wie Sau. Das ist zu wenig. Es geht darum, sich in der Gemeinschaft komplett füreinander zu verausgaben", schlug Trainer Sandro Schwarz nach dem Spiel bei SPORT1 Alarm und will im Abstiegskampf der Bundesliga fortan die Zügel anziehen: "Jetzt sind wir an einem Punkt, wo wir nicht weiter Aufbauhilfe leisten können, sondern solche Fehler wie heute nicht mehr machen dürfen."

Ein kapitaler Stockfehler des früheren Nationaltorhüters Rene Adler leitete das Frankfurter Führungstor durch Ante Rebic (17.) ein, Innenverteidiger Alexander Hack traf per Eigentor (53.) und ein weiterer leichtfertiger Ballverlust des Innenverteidigers im Spielaufbau besiegelte (62.) das Pokal-Aus.

De Jong: "Keine Eier gezeigt"

Die Spieler zeigten sich zumindest einsichtig.

"Die Fans dürfen sauer sein", sagte Nigel de Jong nach der peinlichen 0:3-Pokalpleite im Viertelfinale bei Eintracht Frankfurt am Sky-Mikrofon: "Was wir heute gezeigt haben, das geht einfach nicht. Wir haben keine Eier gezeigt, wie Amateure."

De Jong wurde sogar noch deutlicher. "Das ist ein Tiefpunkt, da muss man ganz ehrlich sein. Ein Derby auswärts in Frankfurt darfst du nicht so verlieren. Verlieren kann man, aber das Wie ist das Problem", sagte der Niederländer – nachdem er sich unmittelbar nach dem Abpfiff von den wütenden Fans in mexikanischen Ponchos oder mit lustigen Hüten ernste Worte wie "Absteiger" anhören musste.

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Abstiegsangst wächst

Die Angst des Anhangs ist keineswegs unbegründet. In der Liga rutschten die Mainzer am Wochenende auf den Relegationsplatz ab. Leistungen wie gegen Frankfurt reichen jedenfalls nicht, um den Ligaverbleib zu sichern - das weiß auch de Jong. 

"Das geht so nicht weiter. Wir müssen auch noch im Abstiegskampf bestehen", sagte der 33-Jährige und forderte eine kritische Aufarbeitung - damit nach der nächsten Ligapartie gegen Hoffenheim nicht die nächste Schimpftirade der Tiger, Bären und Clowns folgt.

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