Favre sorgt sich um Diallo
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Dortmund - Lucien Favre wirft im DFB-Pokal gegen Union Berlin die Rotationsmaschine an und wäre fast bestraft worden. Borussia Dortmunds Trainer rechtfertigt sich.

Am Ende war der Jubel groß und die Akteure von Borussia Dortmund atmeten kräftig durch.

Nach einem wahren Zitterspiel und Pokalfight setzte sich der BVB in der zweiten Runde mit 3:2 nach Verlängerung gegen Zweitligist 1. FC Union Berlin durch. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Wie schon in Runde eins bei Greuther Fürth war es Marco Reus, der den BVB in der 120.+1 Minute gegen einen Underdog erlöste, dieses Mal mit einem Foulelfmeter. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Zuvor hatten die Dortmunder gegen die mutigen Berliner mehrere bange Momente zu überstehen, doch wie schon in einigen anderen Partien zuvor war das Spielglück auf Seiten des Bundesliga-Spitzenreiters.

"Es war sehr schwer, gegen diese Mannschaft zu spielen und sie zu destabilisieren", erklärte BVB-Coach Lucien Favre. "Sie sind sehr gut organisiert, hatten nichts zu verlieren, waren nicht der Favorit. Sie konnten abwarten und kontern, das ist immer schwer."

Alle Infos zur zweiten Runde im Volkswagen Pokalfieber am Donnerstag ab 18.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1

Favre wirft Rotationsmaschine an

Favre hatte vor dem Spiel hoch gepokert, denn der Schweizer warf für das Pokalspiel die Rotationsmaschine an und krempelte seine Startelf im Vergleich zum 2:2-Remis am vergangenen Wochenende gegen Hertha BSC gehörig um.

Sieben neue Spieler schickte er ins Rennen - vor allem in der Offensive, wo er auf beispielsweise auf Marco Reus und Jadon Sancho verzichtete - und hätte sich dabei fast verzockt. Spielerisch ging über weite Strecken nicht viel zusammen, ließ die Kreativität zu wünschen übrig.

Favre: "Es ist normal zu rotieren"

Doch für Favre waren die Umstellungen angesichts des straffen Programms alternativlos. Es sei "ganz logisch und normal zu rotieren", meinte Favre, der Schwierigkeiten offenbar einkalkuliert hatte: "Es ist auch normal, dass wir nicht die richtigen Automatismen hatten, aber es war okay."

Julian Weigl verteidigte die Maßnahmen seines Trainers: "Heute haben einige Jungs mal eine Pause bekommen, die sonst zum Stammpersonal gehören. Das war auch wichtig, denn jetzt kommen kräftezehrende Wochen auf uns zu."

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Was der Schweizer derzeit auch anpackt, scheint zu funktionieren, immerhin steht er jetzt bei 14 Pflichtspielen ohne Niederlage, womit er den Startrekord von Thomas Tuchel einstellte. "Am Ende sind wir durch, nur das zählt. Es ist Pokal, viele Mannschaften haben gelitten."

Frei nach dem Motto: Mund abputzen und weiter geht's am Samstag mit dem Auswärtsspiel in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg.

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