SPORT1 News App

Immer top-aktuelle Sport Nachrichten!

Anzeige

DFB-Pokal, Uerdingen - BVB: Darum blieb die Südtribüne leer

Darum blieb die Südtribüne leer

Lesedauer: 2 Minuten

Beim Kracher des KFC Uerdingen gegen den BVB war die Arena nicht ausverkauft. Dies lag allerdings nicht am mangelnden Interesse an der Partie.

Der ambitionierte Drittligist KFC Uerdingen empfing in der 1. Runde des DFB-Pokals Vizemeister Borussia Dortmund - und konnte das (mit 0:2 verlorene) Highlight nicht an ihrer eigentlichen Heimstätte erleben. (DFB-Pokal: KFC Uerdingen - Borussia Dortmund, ab 20.45 Uhr LIVE im TV und Stream bei SPORT1)

Wegen der Renovierung des heimischen Grotenburg-Stadions sind die Uerdinger bereits in der vergangenen Spielzeit auf ein Ausweichquartier angewiesen gewesen - die Arena des MSV Duisburg. 

Anzeige
Der 1. FC Saarbrücken hat tatsächlich die Sensation geschafft und ist als erster Regionalligist ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. In einer dramatischen Partie besiegten die Saarländer Fortuna Düsseldorf mit 7:6 im Elfmeterschießen © Getty Images
Held des Abends war einmal mehr Saarbrücken-Keeper Daniel Batz, der in der Partie insgesamt fünf (!) Elfmeter hielt und dem Underdog so das Weiterkommen ermöglichte. Bereits im Achtelfinale war der 29-Jährige der überragende Mann und sorgte mit seinen Elfer-Paraden gegen den Karlsruher SC für den Einzug in die nächste Runde © Imago
Die vier gehaltene Elfmeter von Batz sind in der Pokal-Geschichte bislang einzigartig. Aber in der langen Historie gab es viele Rekorde und Sensationen. SPORT1 zeigt weitere Highlights aus der Vergangenheit des DFB-Pokals © Getty Images
Am 14. August 1994 - vor etwas mehr als 25 Jahren - machte sich Roland Stein unsterblich: Dank seinem Tor gelang dem TSV Vestenbergsgreuth in der 1. Runde des DFB-Pokals die Sensation gegen den FC Bayern © Imago
Eine Blamage, die den Rekordmeister und -pokalsieger bis heute verfolgt. "Jetzt müssen wir mit der Schmach leben", sagte Lothar Matthäus schon nach dem Spiel. Der ebenfalls direkt beteiligte Dietmar Hamann stellte 2015 in einer "Spiegel"-Kolumne fest: "Dass alle dann über uns gespottet haben, ist normal" © Imago
Alljährlich wird bei der Frage, welchem Außenseiter diesmal ein Pokal-Coup gelingen könnte, an die Sensation im Nürnberger Frankenstadion erinnert. Bei den Bayern standen damals weitere große Namen wie Kahn, Helmer, Scholl und Papin auf dem Platz - auf der Bank saß Giovanni Trapattoni © Imago
"Vor der Partie hat keiner dran geglaubt, dass wir gegen die Bayern mithalten können. Aber im Spiel haben wir dann gemerkt, dass wir mithalten können", sagte Siegtorschütze Stein anlässlich des 20-jährigen Jubiläums 2014 im "Volkswagen Pokalfieber" auf SPORT1 © Imago
Erinnerungsstücke von den Bayern-Stars gab es übrigens kaum. "Anschließend hat man keinen mehr von den Bayern gesehen, die waren gleich nach dem Spiel verschwunden. Man wollte Geschenke und Autogramme, aber es war nicht möglich", erinnerte sich Stein © Imago
Der TSV Vestenbergsgreuth war aber längst nicht der einzige Verein, der in der Geschichte des DFB-Pokals für eine faustdicke Überraschung sorgte. SPORT1 zeigt anlässlich des Erfolgs des 1. FC Saarbrücken die größten Sensationen der Pokal-Historie © SPORT1-Montage: Zimmermann/Tirl/Getty Images/Imago
Ein Drittligist macht 2015 von sich reden: Arminia Bielefeld schafft die Sensation und zieht ins Halbfinale ein. Arminia setzt sich gegen Borussia Mönchengladbach nach Elfmeterschießen verdient mit 5:4 durch. Nach 90 wie auch nach 120 Minuten stand es 1:1 © Getty Images
Arminias Abwehrspieler Florian Dick jubelt nach dem Spiel mit den Fans. Nicht nur Gladbach wird besiegt, zuvor bereits auch Hertha BSC und Werder Bremen. Die Bielefelder scheitern erst im Halbfinale am späteren Pokalsieger, dem VfL Wolfsburg © Getty Images
1974 unterliegt der Hamburger SV in der ersten Runde beim badischen Amateurklub VfB Eppingen 1:2 © Imago
Auch Torwart Rudi Kargus kann die Pleite nicht verhindern. Zu der Zeit ist der HSV Tabellenführer der Bundesliga © Imago
Und wieder ist der HSV der Leidtragende - 2015 ist Regionalligist Carl Zeiss Jena der Stolperstein für die Hanseaten © Imago
Der Bundesliga-Dino zieht in Runde eins auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld mit 2:3 den Kürzeren © Imago
Besser macht es da der HSV-Stadtrivale vom FC St. Pauli. Die Kiezkicker schalten im Viertelfinale der Pokalsaison 2005/2006 Werder Bremen mit 3:1 aus © Getty Images
Torsten Frings (l.) und Patrick Owomoyela (M.) rutschen auf schneebedecktem Boden böse aus © Getty Images
Nach dem Coup gibt es hinterher den endlosen Millerntor-Jubel. Die Pauli-Spieler machen eine große Party - erst im Stadion und danach auf dem Kiez © Getty Images
Frust für Schalke 04: Der Champions-League-Teilnehmer scheitert 2014/2015 im DFB-Pokal erstmals seit 25 Jahren wieder in der 1. Hauptrunde gegen Dynamo Dresden © Getty Images
Schwarz auf Gelb: Mit 2:1 bezwingt der Drittligist aus Sachsen die Königsblauen. Eine Runde später muss auch Zweitligist VfL Bochum dran glauben © Getty Images
PLATZ 10: Was für ein Spiel! In der ersten Pokalrunde! 1995/1996 hat das Los dem VfB Stuttgart eine recht kurze Anreise beschert. Es geht in den beschaulichen Hardtwald nach Sandhausen, doch beschaulich ist es da nicht mehr. Mit sage und schreibe 13:12 nach Elfmeterschießen gewinnen die Sandhäuser - damals in der Regionalliga - gegen den Bundesligisten © Imago
Die Amateure des VfB Stuttgart gewinnen 2000 gegen Eintracht Frankfurt mit 6:1! Die Schwaben treten von Beginn an couragiert und respektlos auf. Bei den Gästen entpuppt sich die Mehrzahl der Bundesligaspieler als pomadige Stolperkünstler, Unterschiede gibt es nur zwischen Ausfällen und Totalausfällen © Getty Images
Eintracht Frankfurt blamiert sich in der ersten Runde des DFB-Pokals 2018/2019 gegen den Viertligisten SSV Ulm 1846. Die Hessen unterliegen dem krassen Außenseiter nach einer schwachen Partie mit 1:2. Neu-Coach Adi Hütter feiert damit einen verkorksten Einstand als Eintracht-Trainer © Getty Images
Frankfurt scheitert als erster Titelverteidiger seit 22 Jahren wieder in der ersten Runde. Beim Ulmer Pokal-Comeback nach 17 Jahren Pause treffen Steffen Kienle und Vitalij Lux vor 18.440 Zuschauern im ausverkauften Donaustadion. Die SPORT1-User wählen die Partie auf Platz 5 der größten Pokal-Sensationen © Getty Images
In der Saison 1990/91 leistet sich der FC Bayern (Bild: Brian Laudrup) im DFB-Pokal eine peinliche 0:1-Niederlage in Weinheim an der Bergstraße. In Runde eins ist die Fallhöhe besonders hoch. Mit fünf frischgebackenen Weltmeistern treten die Münchner beim Oberligisten an © Imago
Dort blamieren sie sich bis auf die Knochen. Jürgen Kohler verursacht einen Elfmeter, den Thomas Schwechheimer gegen Raimond Aumann eiskalt verwandelt. Den Bayern gelingt bei 35 Grad kein Tor mehr, sie sind raus. Für die SPORT1-User war die Bayern-Pleite sogar die zweigrößte Pokal-Sensation © Imago
Der FK Pirmasens sorgt in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2006/07 für eine faustdicke Überraschung und wirft den fünfmaligen Pokalsieger Werder Bremen aus dem Wettbewerb © Imago
Der Regionalliga-Aufsteiger setzt sich im Elfmeterschießen mit 3:1 durch. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Arg gebeutelt reisen die Bremer daraufhin zum Champions-League-Hit beim FC Chelsea © Imago
Der Auftritt in Berlin ist für Hoffenheims neuen Keeper Tim Wiese im Sommer 2012 ein rabenschwarzer Tag - so hat sich der selbst ernannte Europa-League-Kandidat den Auftakt sicher nicht vorgestellt. Der Berliner AK 07 bejubelt dagegen den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte © Getty Images
Hoffenheims Defensive agiert auf Hühnerhaufen-Niveau und befindet sich in Berlin unter Dauerbeschuss. Der Viertligist schickt die TSG mit einer 4:0-Packung auf die Heimreise. Die SPORT1-User wählten die TSG-Blamage sogar auf Platz 3 © Getty Images
Die Bayern bleiben nicht von weiteren Pokalsensationen verschont. 2000 scheitern die Münchner am 1.FC Magdeburg mit 3:4 nach Elfmeterschießen © Getty Images
Der Traditionsklub aus Sachsen-Anhalt hatte zuvor bereits den 1.FC Köln mit 5:2 vermöbelt © Getty Images
In der Saison 1984/85 gelingt dem SC Geislingen ein Pokalcoup: Gegen den unter Ernst Happel zur europäischen Spitzenklasse zählenden Hamburger SV setzt sich das Team von der Schwäbischen Alb sensationell mit 2:0 durch. Für die SPORT1-User landet die HSV-Pleite auf Platz 6 der Pokal-Überraschungen © Imago
Keine Freunde im Ruhrgebiet macht sich Eintracht Trier in der Pokalsaison 1997/98. Erst eliminieren die Trierer UEFA-Cup-Sieger Schalke 04 mit 1:0 ... © Imago
dann muss Champions-League-Sieger Borussia Dortmund auch dran glauben © Getty Images
Triers Knipser Rudi Thömmes macht sich beim 2:1 unsterblich. Die SPORT1-User wählen die BVB-Blamage auf Platz vier © Getty Images
Die Mutter aller Pokal-Sensationen. Wer erinnert sich nicht? Das Pokal-Debüt von Giovanni Trapattoni 1994 bei Rekordmeister Bayern München im Spiel bei der TSV Vestenbergsgreuth. Es wird kein schönes... © Imago
Die Mannschaft der Münchner ist im Umbruch, das Tor des Tages durch Roland Stein (l.) für die Greuther fällt kurz vor der Pause. Am Ende ist es eine verdiente 0:1-Niederlage für die Bayern und den total angefressenen Torwart Oliver Kahn in seiner ersten FCB-Saison. Auch die SPORT1-User wählten die Bayern-Pleite auf Platz 1 © Imago

Da die Umbaumaßnahmen in Uerdingen noch bis mindestens Spätsommer 2020 andauern werden, musste der KFC auch für die aktuelle Saison einen Ersatzspielort suchen. Diesen fanden die Krefelder im benachbarten Düsseldorf in der Merkur Spiel-Arena.

Alle Video-Highlights der 1. Runde im DFB-Pokal ab Freitag in der SPORT1-Mediathek und in der SPORT1 App

Fortunas Südtribüne für Uerdingen tabu

Zum ersten Mal wurde es dabei recht voll im Düsseldorfer Stadtteil Stockum, 32.110 Zuschauer kamen (maximale Auslastung bei Spielen: 54.600). Bei den beiden bisherigen KFC-Auftritten in der Dritten Liga kamen die Krefelder auf maximal 3000 Zuschauer pro Spiel.

Komplett voll wurde es nicht - was schon vorher klar war: Die Stehplätze auf der Südtribüne - Heimat der Fortuna-Fans - sind für den KFC-Anhang tabu. "Die Südtribüne ist die Kurve unserer Fans und soll dies auch bleiben. Auch unabhängig von unseren Spielen", gab die Vereinsseite auf Nachfrage von SPORT1 an.

Live-Spiel, alle Highlights und legendäre Klassiker: Das Komplettpaket zum DFB-Pokal im TV auf SPORT1, im Stream und auf SPORT1.de

Der Verein besitzt dieses Vetorecht durch den neuen Mietvertrag, der von Fortuna und der städtischen Stadionbetreibergesellschaft D.LIVE für die Arena im April 2019 abgeschlossen wurde.

Jetzt das aktuelle Trikot von Borussia Dortmund bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Eine höhere Miete und mehr Einflussnahme - das ist das Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem Bundesligisten aus Düsseldorf und der Stadt, die Eigentümer des Stadions ist.  

Anzeige

Die Rheinische Post berichtete, dass die Vereinbarung vorsieht, eine Fremdnutzung durch andere Vereine zukünftig nur mit der Zustimmung durch Fortuna Düsseldorf zu ermöglichen - ein Exklusivrecht erhält der Verein allerdings nicht.