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DFB Pokal. 2. Runde: BVB gegen Borussia Mönchengladbach 2:1 - Brandt trifft

BVB atmet dank Brandt auf

Lesedauer: 4 Minuten

Borussia Dortmund entgeht dank Julian Brandt einem Pokal-Aus. Das Team von Lucien Favre dreht gegen Borussia Mönchengladbach spät einen Rückstand.

Doppelpacker Julian Brandt hat seinem Trainer Lucien Favre die dringend benötigte Atempause verschafft und Borussia Dortmund ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen.

Der Nationalspieler führte den BVB mit zwei späten Treffern noch zum 2:1 (0:0)-Sieg gegen Favres Ex-Klub Borussia Mönchengladbach - für den Schweizer Trainer brachte auch das nächste Rendezvous mit der alten Liebe ein Happy End, zehn Tage zuvor hatte Dortmund sich schon in der Liga (1:0) durchgesetzt. (Der Liveticker zum Nachlesen)

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Mit einem Doppelschlag innerhalb von vier Minuten dreht Julian Brandt für den BVB die Pokalpartie gegen Gladbach. SPORT1 zeigt beide Teams in der Einzelkritik © Getty Images
MARWIN HITZ: Eine große Unsicherheit, aber auch eine gute Parade in der ersten Hälfte. SPORT1-Note: 4 © Getty Images
LUKASZ PISZCZEK: Viele Fehler im Spielaufbau. Lässt auch die Flanke zum 0:1 zu. SPORT1-Note: 5 © Getty Images
MANUEL AKANJI: Unauffällig. Auch mit Stockfehlern. Aber zumindest hinten solide. SPORT1-Note: 4 © Getty Images
DAN-AXEL ZAGADOU: Startet unsicher, steigert sich dann. Aber wieder ein großer Patzer in der ersten Hälfte. Auch beim Tor mit einem Stellungsfehler. SPORT1-Note: 5 © Getty Images
NICO SCHULZ: Viele Ballverluste. Nach vorne ohne Aktionen. SPORT1-Note: 5 © Getty Images
AXEL WITSEL: Der Belgier bleibt insgesamt sehr unauffällig. SPORT1-Note: 4 © Getty Images
JULIAN WEIGL: Fahrige Partie, fällt durch viele Fehlpässe auf. SPORT1-Note: 4,5 © Getty Images
JADON SANCHO: Glücklos in seinen Dribblings. Arbeitet immerhin zurück. SPORT1-Note: 4,5 © Getty Images
JULIAN BRANDT: Wieder ein schwaches Spiel in der ersten Hälfte, steigert sich dann auf seiner Lieblingsposition in Abwesenheit von Marco Reus und wird zum Matchwinner. SPORT1-Note: 2 © Getty Images
THORGAN HAZARD: Gegen seinen Ex-Klub mit einem Lattenschuss in der ersten Hälfte. Legt Brandt das 2:1 auf. SPORT1-Note: 3,5 © Getty Images
JACOB BRUUN LARSEN: Bekommt im Sturmzentrum den Vorzug vor Mario Götze. Kann sich dort überhaupt nicht in Szene setzen. SPORT1-Note: 5 © Getty Images
In der hektischen Schlussphase sieht Gladbach-Trainer Marco Rose die Rote Karte wegen Meckerns (90.+1). © Getty Images
YANN SOMMER: Bei den wenigen gefährlichen Bällen, die auf seinen Kasten kommen, ist er zunächst zur Stelle. Leitet allerdings mit einem missglückten Pass eine gefährliche Aktion für den BVB ein. Beim ersten Gegentor sieht er nicht gut aus. SPORT1-Note: 4,5 © Getty Images
JORDAN BEYER: Wird dank des Gladbacher Verletzungspech ins kalte Wasser geworfen und überzeugt mit seiner Ruhe. Erst als die Gäste in der Schlussphase aufmachen müssen, hat er mit den konternden BVB-Stürmern seine Mühe. SPORT1-Note: 3,5 © Getty Images
NICO ELVEDI: Hat gegen die Dortmunder Offensivspieler zunächst kaum Probleme. Beschränkt sich weitgehend auf seine Aufgaben in der Defensive und löst sie souverän. Bei beiden Gegentoren steht er aber nicht optimal. SPORT1-Note: 4 © Getty Images
DENIS ZAKARIA: Gladbachs Krake hat fast überall seine Beine im Spiel, fängt die BVB-Angriffe ab und leitet die seiner Mannschaft ein. Hat Pech, als er den Schuss von Brandt zum 1:1 unhaltbar abfälscht. SPORT1-Note: 2,5 © Getty Images
STEFAN LAINER: Trotz seines Bänderrisses im Sprunggelenk eine Bank auf der rechten Seite. Lässt hinten nichts anbrennen und schiebt immer wieder nach vorne an. SPORT1-Note: 3 © Getty Images
JONAS HOFMANN: Kommt überraschend zu seinem Startelf-Comeback und macht seine Sache über weite Strecken ordentlich. Wird völlig erschöpft in der 87. Minute ausgewechselt. SPORT1-Note: 4 © Getty Images
LASZLO BENES: Der Slowake ist nicht ganz so präsent wie in den letzten Wochen und kann dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken. Auch seine Standards verpuffen weitgehend. SPORT1-Note: 4 © Getty Images
FLORIAN NEUHAUS: Kämpft sich während des Spiels aus seinem Leistungsloch heraus und wird im Laufe der Partie immer besser. Hat nach einem Patzer von Hitz die Chance auf das 1:0, scheitert dann aber am BVB-Keeper. SPORT1-Note: 2,5 © Getty Images
Ramy Bensebaini (bis 30. Minute): RAMY BENSABAINI: Kommt gut in die Partie und überzeugt mit einer technisch starken Offensivaktion, als er im BVB-Strafraum Zagadou vernascht. Muss in der 30. Minute verletzt raus. SPORT1-Note: 3 © Getty Images
LARS STINDL: Auch der Gladbacher Kapitän wird durch das große Lazarett in die Startelf gespült. Kämpft vorbildlich und fügt sich nahtlos in die starke Gesamtleistung der Gäste ein. Obwohl er laut Coach Rose noch nicht fit für 90 Minuten ist, muss er durchspielen. SPORT1-Note: 3 © Getty Images
MARCUS THURAM: Bindet durch seine Wucht die komplette BVB-Verteidigung, auch wenn ihm längst nicht alles gelingt. Ist zur Stelle, als Wendt die perfekte Flanke bringt und er per Kopf zur Führung trifft SPORT1-Note: 2 © Getty Images
OSCAR WENDT (ab 30. Minute): Kommt früh für den verletzten Bensebaini und macht seine Sache gegen Sancho über weite Strecken gut. Die Flanke auf Thuram zum 1:0 ist perfekt. Wirkt allerdings bei Dortmunds Doppelschlag orientierungslos. SPORT1-Note: 4 © Getty Images

Brandt: "Hatten schludrige Phasen"

Brandt (77./80.) drehte das Spiel innerhalb von vier Minuten und schoss den BVB zum neunten Mal in Folge ins Achtelfinale des Pokal-Wettbewerbs.

"Es geht momentan nichts von selbst, aber solche Siege helfen uns", sagte Brandt nach dem erlösenden Sieg vor 79.800 Zuschauern: "Wir hatten wieder schludrige Phasen drin, aber am Ende haben wir es gut gemacht. In diesem Stadion sind schon viele Dinge passiert, und dass man hier ein Spiel drehen kann, ist allen bewusst." (Die Stimmen zum Spiel)

Alle Video-Highlights der 2. Runde im DFB-Pokal in der SPORT1-Mediathek und in der SPORT1 App

Gladbach-Trainer Rose sieht Rot

Für den Bundesliga-Tabellenführer Gladbach platzte der Traum vom vierten Pokalsieg trotz der Führung durch Marcus Thuram (71.) dagegen.

In der hektischen Schlussphase sah Gladbachs Trainer Marco Rose die Rote Karte wegen Meckerns (90.+1).

Dabei hatte es für den angezählten Favre vor der Begegnung weitere schlechte Nachrichten gegeben.

Reus und Hummels fallen kurzfristig aus

Der Schweizer musste Kapitän Marco Reus (muskuläre Probleme), Abwehrchef Mats Hummels (Magen-Darm-Infekt) und wie schon im Revierderby am vergangenen Samstag bei Schalke 04 (0:0) Torhüter Roman Bürki (Infekt) ersetzen. Torjäger Paco Alcácer stand nach seinen Achillessehnen- und Wadenproblemen immerhin erstmals wieder im Kader.

Die Verunsicherung nach den zuletzt schwachen Leistungen war dem viermaligen Pokalsieger zunächst anzumerken. Der BVB leistete sich viele Ballverluste, im Spiel nach vorne mangelte es an Durchschlagskraft. Der einzige Stürmer Jacob Bruun Larsen hing häufig in der Luft.

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Hazard trifft die Latte

Die Gastgeber hatten vor 79.800 Zuschauern dennoch die erste gute Möglichkeit des Spiels. Der Ex-Gladbacher Thorgan Hazard traf mit seinem Distanzschuss aus 25 Metern aber nur die Latte (29.).

Die Gäste, die überraschend mit einer Dreierkette agierten, schlugen aus einigen Unzulänglichkeiten des BVB zunächst kein Kapital. Der Ausfall von Alassane Plea und Breel Embolo machte sich im Angriffsspiel negativ bemerkbar. Nach einem Patzer von Torhüter Marwin Hitz bot sich Florian Neuhaus dennoch die Chance zur Führung, doch der Bürki-Vertreter bügelte seinen Fehler wieder aus (30.).

Hitz hatten die Dortmunder es dann auch zu verdanken, dass sie nicht mit einem Rückstand in die Pause gingen. Der Schweizer reagierte gegen Thuram stark (38.). Zuvor war Innenverteidiger Manuel Akanji bei einer Flanke von Stefan Lainer schlecht postiert.

Dortmund kam mit mehr Schwung aus der Pause. Der bis dahin schwache Brandt setzte Julian Weigl in Szene, dessen Kopfball parierte Yann Sommer aber mühelos (46.). Auch bei Jadon Sanchos harmlosen Schlenzer war Sommer zur Stelle (51.).

Thuram köpft Gladbach in Führung

Insgesamt agierte der BVB nun etwas druckvoller, die Gladbacher verloren im Aufbau zu schnell den Ball. Kamen die Gäste doch einmal gefährlich nach vorne, war spätestens beim starken BVB-Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou Endstation.

Insgesamt blieb die Begegnung sehr fehlerhaft, klare Chancen ergaben sich kaum. Dann flankte Oscar Wendt genau auf den Kopf des allein gelassenen Thuram, der aus fünf Metern einköpfte. Wäre Torhüter Hitz rausgekommen, hätte er den Ball womöglich abfangen können.

Dortmund rannte nun an, ein doppelt abgefälschter Schuss von Brandt brachte den Ausgleich. Wenig später war der Nationalspieler dann per Kopf erfolgreich.