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Braunschweig - Stefan Effenberg kann die Entscheidung von Edin Terzic, Marco Reus auf der Bank zu lassen, nicht nachvollziehen. In Hummels' Frust-Aktion sieht er ein klares Sinnbild.

BVB-Kapitän Marco Reus sitzt im DFB-Pokalspiel des BVB bei Eintracht Braunschweig überraschend auf der Bank.

Die Dortmunder Offensive bilden Jadon Sancho, Giovanni Reyna, Jude Bellingham und Julian Brandt. Für angeschlagenen Youssoufa Moukoko bekommt Regionalliga-Stürmer Steffen Tigges die Chance, sich zu beweisen.

"Das ist ziemlich überraschend, wenn man sieht, dass der eigentliche Kapitän Marco Reus nur auf der Bank sitzt. Aber der Trainer wird sich dabei was gedacht haben. (…) Eigentlich stellst du in einem Pokalspiel deine Topelf auf. Daher kann ich das nicht ganz nachvollziehen", sagte SPORT1-Experte Stefan Effenberg zur BVB-Aufstellung.

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"Wenn man auf der Bank sitzt, ist man auch topfit und könnte spielen. (…) Er kommt aus einer langen Verletzungspause. Da braucht man Spiele und Minuten. Man tut sich auch einfacher, wenn man aus einer Verletzung herauskommt und von Anfang an spielt. Da findet man den Rhythmus leichter und ich hätte deswegen darauf gewettet, dass er von Beginn an spielt", sagte Effenberg zur Entscheidung von BVB-Coach Edin Terzic.

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Terzic erklärt: Darum fehlt Reus in der Startelf

Terzic selbst begründete Reus' Fehlen in der Startelf vor der Partie auch mit dem vollgepackten Spielplan: "Heute ist es das zehnte Spiel in 31 Tagen. Im Schnitt sind wir alle drei Tage im Einsatz und müssen daher einen guten Mix aus Frische und Qualität finden. Daher haben wir uns heute dafür entschieden, dass Marco Reus das Spiel nicht beginnt - aber vielleicht entscheidet."

Über das Vier-Augen-Gespräch mit seinem Kapitän wollte Terzic keine Details verraten: "Ich werde fast jeden Tag wegen Reus angesprochen. Natürlich reden wir auch über die Jungs, aber viel wichtiger ist, dass wir auch mit den Jungs reden. Das, was er mir gesagt hat, war cool und wichtig, das was ich ihm gesagt habe ebenso. Aber das bleibt unter uns."

Effenberg: "Bei Hummels war etwas aufgestaut"

Angesprochen auf den Wut-Anfall von Mats Hummels nach der überraschenden 1:2-Pleite bei Union Berlin, erkennt Effenberg ein klares Sinnbild: "Da sieht man, dass etwas aufgestaut war. Irgendwann musst du auch mal den Frust rauslassen, das hat er hier gezeigt", sagte Effenberg vor dem DFB-Pokalspiel des BVB bei Eintracht Braunschweig.

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Trotzdem müsse sich der Frust über diese Niederlage laut Effenberg nun auch in Leistung auf dem Platz umwandeln: "Er muss es natürlich jetzt wiederum auf den Rasen bringen und auch seine Mitspieler in die Pflicht nehmen. Er ist hauptverantwortlich, er ist eine große Persönlichkeit, er ist Führungsspieler und dementsprechend entscheidend dafür, dass die Kurve jetzt wieder nach oben geht. Im Endeffekt muss man Fußball auch arbeiten und nicht immer nur spielen. Das müssen die Dortmunder auch kapieren."

Effenberg: BVB anfällig bei Standards

Dass Dortmund aktuell "taumelt", liegt laut Effenberg auch an der Anfälligkeit nach Standardsituationen. Trotzdem können die Mannschaft "mit einem positiven Ergebnis im DFB-Pokal vieles wiedergutmachen."

Auch wenn Zweitligist Braunschweig der Underdog ist, könne alles passieren, aber "wenn der BVB von Beginn an alles abruft, sind sie der Favorit."

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