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Leverkusen fliegt aus dem DFB-Pokal
Leverkusen fliegt aus dem DFB-Pokal © firo Sportphoto/firo Sportphoto/SID/firo Sportphoto/Jrgen Fromme
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Pokalschreck Rot-Weiss Essen hat Bayer Leverkusens Tanz auf drei Hochzeiten beendet und ist sensationell ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

Pokalschreck Rot-Weiss Essen hat Bayer Leverkusens Tanz auf drei Hochzeiten beendet und ist sensationell ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Fußball-Viertligist rang den Vorjahresfinalisten in einer hart umkämpften Partie mit 2:1 (0:0) nach Verlängerung nieder und steht zum ersten Mal seit 27 Jahren in der Runde der letzten Acht.

Leverkusen rutscht durch das Aus nach nur zwei Siegen aus den letzten neun Pflichtspielen immer tiefer in die sportliche Krise. Oguzhan Kefkir (108.) und Simon Engelmann (117.) ließen Essen jubeln, das zuvor Bundesligist Arminia Bielefeld (1:0) und Zweitligist Fortuna Düsseldorf (3:2) ausgeschaltet hatte. Leon Bailey (105.) hatte den Favoriten, der viele Chancen vergab, in Führung gebracht.

Leverkusen wollte auf dem tiefen Rasen im Stadion an der Hafenstraße früh für klare Verhältnisse sorgen. Edmond Tapsoba prüfte RWE-Keeper Daniel Davari mit einem Flatterball aus der Distanz (3.). Im 5-3-2-System des Regionalligisten fand Bayer immer wieder Lücken. Lucas Alario scheiterte im Eins-gegen-Eins am früheren Bundesliga-Torwart Davari, Baileys Nachschuss wurde zur Ecke abgeblockt (8.).

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Essen kämpfte wie erwartet um jeden Zentimeter, nervte die Gäste mit vielen harten, aber sauberen Tacklings auf dem schmierigen Geläuf. Für Entlastung sorgte RWE nur punktuell. Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky musste erst bei einem verunglückten Freistoß aus dem Halbfeld von Kevin Grund (15.) eingreifen.

Leverkusen blieb gefährlich, musste sich wie so häufig in dieser Spielzeit aber den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig aus seinen vielen Chancen zu machen. Bei Patrik Schicks (24.) Kopfball rettete der Pfosten für Essen, gegen den strammen Flachschuss von Kapitän Charles Aranguiz war erneut der bärenstarke Davari zur Stelle (29.), der zum besten Essener avancierte.

Beim bis dahin vielversprechendsten offensiven Vorstoß des Außenseiters hatte Fosu-Mensah Glück, dass sein Trikotziehen gegen den davon eilenden Torjäger Engelmann ungeahndet blieb. RWE-Kapitän Marco Kehl-Gomez verzog bei der besten Essener Chance in der Folge knapp (40.). Nach der nächsten verpassten Großchance des für den verletzten Karim Bellarabi eingewechselten Moussa Diaby (45.+1) ging Essen äußerst glücklich mit dem Remis in die Pause.

Bosz reagierte in der Halbzeit und brachte in Jungstar Florian Wirtz und Wendell frische Kräfte für Palacios und Schick, Leverkusens Chancenfestival ging munter weiter: Diaby traf den Außenpfosten (50.), Tapsoba scheiterte per Kopf am glänzend reagierenden Davari (52.), den auch Wirtz (68.) nicht bezwingen konnte. Diaby und Aranguiz scheiterten bei ihrer Doppelchance am Pfosten und an Davari (89.).

Auch in der Verlängerung spielte zunächst nur Leverkusen, Essen verteidigte bei immer schlechter werdenden Platzverhältnissen mit Mann und Maus. Baileys Treffer schien die Erlösung, doch Essen schlug zurück. Lukas Hradecky machte dabei keine gute Figur. Dann sorgte Engelmann für die Sensation.

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