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Manuel Neuer kann mit Loorius Karius mitfühlen
Manuel Neuer kann mit Loorius Karius mitfühlen © Getty Images
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Eppan - Nach den Patzern von Loris Karius im Champions-League-Finale hat Manuel Neuer aufmunternde Worte. Die deutsche Nummer eins erklärt, wie sie mit Fehlern umgeht.

Die beiden folgenschweren Patzer von Lorius Karius im Champions-League-Finale sind auch Manuel Neuer nicht entgangen. Zusammen mit der Mannschaft und dem Trainerteam verfolgte der Welttorhüter von 2016 die 1:3-Pleite von Liverpool gegen Real Madrid im DFB-Trainingslager in Eppan.

"Uns hat das Herz geblutet. Das tut uns allen weh. Wir haben mit ihm mitgefühlt, denn das ist eine ganz schwierige Situation", sagte Neuer am Rande des DFB-Medientages am Dienstag.

Die Bilder des um Absolution bittenden Karius gingen um die Welt. Der Ex-Mainzer weinte noch auf dem Platz bitterlich und bat die Fans mehrfach gestenreich um Entschuldigung.

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Zudem ist mittlerweile bestätigt, dass sich Karius durch einen Zusammenprall mit Reals Sergio Ramos noch während des Spiels eine Gehirnerschütterung zuzog.

Neuer hätte nach Finale Ruhe gebraucht

"Wäre ich an seiner Stelle gewesen, wäre ich gerne erstmal für mich alleine gewesen und hätte Ruhe gebraucht. Die Pause wird ihm sicher auch nicht so guttun, denn nach so einem Spiel will man wieder auf dem Platz stehen, seinen Fehler wettmachen und zeigen, dass man da ist", sagt Neuer.  

Der Nationaltorwart selbst fühlt sich durch die Leiden von Karius zurückerinnert an die Saison 2011/12. Mit Deutschland schied Neuer damals bei der EM im Halbfinale gegen Italien (1:2) aus, mit Bayern wurde er in drei Wettbewerben zuvor nur zweiter. "Das war eine sehr harte Zeit und ein schlimmer Urlaub, denn man wollte wieder spielen", erinnert sich der 32-Jährige.

Auch Karius weilt aktuell im Urlaub. Mit besseren Leistungen als im Champions-League-Finale kann er sich erst wieder in der kommenden Saison empfehlen. "Es wird ihm nicht leichtfallen, diese Zeit zu überbrücken. Aber das Gute ist, dass er noch jung ist, noch viel vor sich hat und er die Möglichkeit hat, noch Finals zu spielen", sagt Neuer.

Und fügt hinzu: "Schlimm wäre es gewesen, wenn es für ihn vielleicht die letzte Möglichkeit gewesen wäre, so ein Spiel zu spielen. Deswegen kann ich nur hoffen, dass er nochmal so einen Moment erleben darf und dann ein gutes Spiel macht." 

Die Gehirnerschütterungs-Diagnose sorgte bei weiten Teilen der Liverpooler Fanszene für einen Aufschrei und rief neuen Unmut über "Bösewicht" Ramos hervor. Einzelne Fangruppierungen forderten sogar eine Wiederholung des Spiels - und haben inzwischen eine Online-Petition für ihr Anliegen gestartet.

Ob tatsächlich ernst gemeint oder nicht: Die UEFA teilte bereits mit, keine weiteren Untersuchungen in dem Fall einzuleiten.

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