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Antonio Rüdiger nach dem WM-Aus gegen Südkorea neben Mesut Özil
Antonio Rüdiger nach dem WM-Aus gegen Südkorea neben Mesut Özil © Getty Images
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München - Antonio Rüdiger äußert sich emotional zum Rücktritt von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft. Ihm geht die Rassismus-Debatte in eine falsche Richtung.

Antonio Rüdiger bedauert den Rücktritt von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft sehr.

"Ich finde das alles extrem traurig, wie sich das entwickelt hat", sagte Rüdiger im Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Mesut war im DFB-Team immer ein Spieler, zu dem ich aufgeschaut habe. Schade, dass er jetzt dann nicht mehr dabei sein wird."

Der Innenverteidiger des FC Chelsea nimmt den Mittelfeld-Star des FC Arsenal auch bezüglich der Rassismus-Debatte in Schutz.

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Er verstehe nicht, "warum teilweise darüber diskutiert wird, ob es innerhalb der Nationalmannschaft Rassismus gebe", wundert sich der 25-Jährige: "Das hat doch auch Mesut selbst nie in einem Satz behauptet."

Özil bemerkte Rassismus

Özil hatte drei Wochen nach dem deutschen Vorrunden-Aus in Russland seinen Rücktritt erklärt und ihn mit einem "Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit" begründet.

Anschließend hatten sich mehrere deutsche Nationalspieler dagegen verwahrt, dass es innerhalb des Teams Rassismus gebe.

Rüdiger betonte, dass am blamablen WM-Aus kein Einzelspieler schuld gewesen sei, sondern "auf jeden Fall alle gemeinsam".

Jetzt komme es darauf an, den Blick nach vorne zu richten. "Wir können dieses Erlebnis nicht einfach so wegwischen, aber das darf uns bei den nächsten Spielen nicht blockieren."

Das DFB-Team trifft am 6. September zum Auftakt der neu geschaffenen Nations League in München auf Weltmeister Frankreich, drei Tage später geht es in einem Testspiel in Sinsheim gegen Peru.

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