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FC Bayern Muenchen v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga
Bayern-Präsident Uli Hoeneß sind die Länderspielpausen ein Dorn im Auge © Getty Images
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München - Bayern-Präsident Uli Hoeneß lässt kein gutes Haar an den Länderspielpausen. Auch Rudi Völler übt Kritik. Für Horst Heldt ist die Nations League "Geldmacherei".

Nachdem Liverpool-Trainer Jürgen Klopp die Nations League jüngst als "sinnlosesten Wettbewerb in der Welt des Fußballs" bezeichnet hatte, mehren sich nun auch kritische Stimmen aus der Bundesliga.

Vor allem Bayern-Präsident Uli Hoeneß lässt an dem Wettbewerb und den Länderspielpausen im Allgemeinen kein gutes Haar. "Es ist dringend notwendig, dass die Bundesliga nicht ständig durch diese Pausen in ihrem Rhythmus unterbrochen wird. Wir haben drei Unterbrechungen in der Hinrunde, das ist Wahnsinn", sagte Hoeneß dem Kicker.

Hoeneß wünscht sich maximal eine Pause, die restlichen Länderspiele sollten nach der Hinrunde durchgeführt werden - entweder kurz vor Weihnachten oder Mitte Januar vor Start der Rückrunde. (Nations League: Niederlande - Deutschland, 13. Oktober, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER)

Sportlich unbedeutende Länderspiele findet er dabei sogar noch schlimmer als den Nationen-Wettkampf: "Die Nations League ist mir immer noch lieber als viele Freundschaftspiele."

Völler: "Haben uns faule Eier ins Nest gelegt"

Auch Leverkusens Sportchef Rudi Völler sind die aktuellen Länderspielpausen während der Saison ein Dorn im Auge. "Obwohl wir nur 18 Vereine haben, haben wir englische Wochen. Unter der Woche kommen weniger Zuschauer, und es ist eine weitere Belastung. Da haben wir uns zwei faule Eier ins Nest gelegt", sagte Völler.

Für Völler hat die Bundesliga in diesem Jahr viel zu spät begonnen: "Auch wenn wir die WM im Sommer hatten: Wir hätten einfach zwei Wochen früher anfangen müssen. Wahnsinn! Unfassbar!" Sogar in Italien und Spanien hätte man früher losgelegt.

Der Weltmeister von 1990 sieht die Nations League als kritisch an, da die Nationaltrainer nicht mehr so experimentieren können wie bei normalen Länderspielen. Daher gefiel Völler der bisherige Modus besser.

Heldt: Am Ende ist es Geldmacherei

Die meisten Bundesligisten stehen der Nations League skeptisch gegenüber. Für Christian Heidel von Schalke 04 hat man sich mit dem Wettbewerb keinen Gefallen getan, für Hannovers Manager Horst Held ist es einfach Geldmacherei.

Fast alle wünschen sich, dass zumindest eine der drei Länderspielpausen bis zum Winter verschwindet oder zumindest der Termin unmittelbar vor Weihnachten oder vor Rückrundenstart gewählt wird.

Die Nationalspieler der Klubs sind in dieser Saison bereits zum zweiten Mal auf Länderspielreise und im November steht auch schon die nächste Unterbrechung für zwei Länderspiele an. 

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