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Leipzig - Kai Havertz brilliert gegen Russland im Nationaltrikot. Teamkollege Joshua Kimmich schwärmt und gibt seinem Arbeitgeber FC Bayern einen heißen Tipp.

Ob den FC Bayern dieser Transfer-Tipp erreicht hat?

Kai Havertz lieferte bei seinem ersten Startelf-Einsatz für die DFB-Elf am Donnerstagabend eine Top-Leistung ab. Beim 3:0-Testsieg gegen Russland riss das Supertalent von Bayer 04 Leverkusen in der Mittelfeld-Zentrale das Spiel an sich und avancierte neben dem starken Münchner Serge Gnabry zum Matchwinner.

Havertz bewarb sich nicht nur für eine zukünftige, tragende Rolle im sich im Umbruch befindenen DFB-Team - der erst 19-Jährige hat, ob gewollt oder nicht, auch seine Bewerbung für den FC Bayern abgegeben, denen der Umbruch im kommenden Sommer erst noch bevorsteht.

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"Ich kann ihn nicht kaufen, aber er ist ein Spieler, der sehr gut zu uns passen würde", lieferte Joshua Kimmich auf SPORT1-Nachfrage gleich mal einen Transfer-Tipp an die Bayern-Bosse.

Havertz schon bereit für Bayern

Havertz und Bayern - könnte das passen? Ja, zumal Havertz' Leistung gegen Russland keine Eintagsfliege war. In jungen Jahren ist er schon unverzichtbar in Leverkusen und bei der sportlich in der Krise steckenden Werkself einer der Verlässlichsten.

In 16 Pflichtspielen traf der gebürtige Aachener wettbewerbsübergreifend bereits sechs Mal und lieferte fünf Assists. Beim 13. der Tabelle stand er an elf Spieltagen zudem immer in der Startelf. Sein Vorteil: Er kann auch auf den Außenpositionen glänzen. Dort, wo die Bayern zukünftig ohnehin Bedarf haben werden.

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Havertz: "Kann noch vieles verbessern"

Gegen Russland startete er in seinem zweiten Länderspiel nun erstmals im DFB-Dress. Havertz war überall zu sehen, veränderte mit gezielten Pässen in die Tiefe immer wieder das DFB-Spiel, machte es schnell und bereitete auch den Endstand durch Gnabry vor.

"Es war immer ein Traum, in der Startformation zu stehen. Jetzt habe ich es erreicht. Es ist aber noch Luft nach oben und ich habe noch viele Sachen, an denen ich arbeiten und die ich verbessern kann", sagte Havertz nach Abpfiff fast zurückhaltend.

Eine Eigenart, die er sich übrigens beibehalten will, denn der Hype um das in Europa gejagte Super-Talent, wird immer größer. "Klar kriegt man den mit, aber ich bin immer auf dem Boden geblieben und werde auch immer auf dem Boden bleiben, deswegen interessiert mich der Trubel nicht so. Ich konzentriere mich auf die Spiele und aufs Training. Im Endeffekt zählt die Leistung auf dem Platz", so Havertz.

Kimmich schwärmt in höchsten Tönen

Die vor allem Kimmich imponierte. "Er hat es überragend gemacht, für mich war er mit Serge der beste Mann auf dem Platz. Er hat immer wieder die richtige Lösung gefunden, sich nicht versteckt, auch viele schwierige Bälle genommen und sich aus schwierigen Situationen gelöst, immer mit dem Kopf oben. Er hat eine super Technik und eine tolle Übersicht", schwärmte der 23-Jährige.

Wie könnte der nächste Karriereschritt beim jungen Offensiv-Allrounder nun aussehen?

Das Heft des Handelns jedenfalls hat Leverkusen in der Hand, denn bei Bayer 04 hat Havertz noch einen Vertrag bis 2022 ohne Ausstiegsklausel. Sein Marktwert beträgt laut transfermarkt.de schon jetzt 55 Millionen Euro.

Dennoch: Setzt das Mega-Talent, der sich seine "Übersicht am Ball und Ruhe" übrigens vom zurückgetretenen Mesut Özil abschaut, seine Entwicklung kontinuierlich fort, können die Bayern bei ihrem Umbruch eigentlich nicht auf Havertz verzichten.

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