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Die deutsche Nationalmannschaft eröffnet das Länderspieljahr gegen Serbien. Joachim Löw setzt dabei auf einen Torwartwechsel in der Halbzeit.

Vier Monate nach dem letzten Spiel gegen die Niederlande eröffnet die deutsche Nationalmannschaft mit dem Freundschaftsspiel in Wolfsburg gegen Serbien (Länderspiel: Deutschland - Serbien, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) das Länderspieljahr 2019.

Nach einer desaströsen WM mit dem Aus in der Vorrunde, dem Abstieg in der Nations League und lediglich vier Siegen in 13 Partien soll für die DFB-Auswahl in diesem Jahr wieder alles besser werden. Dafür machte Joachim Löw auch vor großen Namen keinen Halt. Mit Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller sortierte der Bundestrainer kurzerhand drei Weltmeister von 2014 aus und leitete damit den nächsten Schritt zum Neuaufbau der Nationalmannschaft ein.

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Löw setzt im ersten Länderspiel des Jahres von Beginn an auf Debütant Lukas Klostermann und wirbelt die deutsche Elf kräftig durcheinander. Manuel Neuer erhält im Tor den Vorzug vor Marc-Andre ter Stegen, nach der Halbzeit soll allerdings der Barca-Keeper zum Einsatz kommen.

Das sagte der Bundestrainer vor dem Spiel bei RTL. Außerdem setzte er große Erwartungen in Niklas Süle: "Er muss heute der Chef sein, er muss die Abwehr leiten und organisieren."

Die Aufstellungen:

Deutschland: Neuer - Klostermann, Tah, Süle, Halstenberg - Kimmich, Gündogan, Havertz - Brandt, Werner, Sane.

Serbien: Dmitrovic - Rukavina, Milenkovic, Spajic, Bogosavac - Maksimovic, Milinkovic-Savic - Lazovic, Gacinovic, Ljajic - Jovic.

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Löw setzt bei Neuaufbau auf junge Spieler

"Wenn man solche Entscheidungen trifft, die für mich alternativlos waren, geht man auch ein gewisses Risiko ein. Man weiß nicht genau, wo man steht. Wir wollen ja auch eine gute EM-Qualifikation spielen. Aber ich bin bereit, dieses Risiko einzugehen, weil ich von den jungen Spielern überzeugt bin", rechtfertigte der 59-Jährige seine Entscheidung auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Die angesprochenen jungen Spielen sind Maximilian Eggestein, Niklas Stark und Klostermann. "Es ist schön für uns drei, dass wir dabei sein können", zeigte sich Letzterer stolz über die erstmalige Einladung in den Kreis der A-Nationalmannschaft.

Überhaupt setzt Löw im Hinblick auf die EM 2020 auf einen jungen und relativ unerfahrenen Kader. Toni Kroos ist mit 29 Jahren der älteste Feldspieler, lediglich Torwart Manuel Neuer (32) hat noch ein paar Jahre mehr auf dem Buckel.

Gnabry fehlt dem DFB gegen Serbien

Ob der Münchner allerdings auch in Zukunft die Nummer eins bleiben wird, ließ der Trainer noch offen. "Im Tor haben wir noch keine Entscheidung getroffen. Wir werden das Abschlusstraining abwarten. Wir haben im nächsten Jahr viele Wettkämpfe. Marc-Andre ter Stegen wird auf jeden Fall die Möglichkeit bekommen", erklärte er. (SERVICE: Spielplan der deutschen Nationalmannschaft)

Jovic erhält Einsatzgarantie gegen Deutschland

Auch wenn Serbien seit dem Zerfall Jugoslawiens auf der großen Fußball-Bühne kaum für Aufsehen sorgen konnte, sollte die DFB-Auswahl die Mannschaft des ehemaligen Bundesliga-Profis Mladen Kristajic auf keinen Fall unterschätzen. Gerade im Nachwuchsbereich ist der Balkanstaat seit Jahren eine große Nummer.

Neben zwei EM-Finalteilnahmen der U21 konnten die U19 2013 den EM-Titel gewinnen, die U20 krönte sich zwei Jahre später sogar zum Weltmeister. Von dieser Nachwuchsarbeit profitiert inzwischen auch die A-Nationalmannschaft. Neben erfahrenen Akteuren wie Kapitän Aleksander Kolarov, dem früheren Dortmunder Antonio Rukavina oder Ljubomir Fejsa soll die junge Garde um Sergej Milinkovic-Savic, Aleksandar Mitrovic und Luka Jovic das Gerüst der Zukunft bilden.

Der Frankfurter erhielt nach dem Ausfall von Mitrovic von seinem Trainer unlängst eine Einsatzgarantie gegen die DFB-Elf und wird damit sein Startelf-Debüt für "die weißen Adler" geben.

Verzichten muss Kristajic neben Mitrovic hingegen auch auf Aleksandar Kolarov, Dusan Tadic und Jovics Teamkollegen Filip Kostic. Das Quartett reist erst zum EM-Qualifikationsspiel am Montag in Portugal an. Nemanja Matic und Aleksandar Prijovic stehen dagegen in beiden Partien nicht zur Verfügung.

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