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Lothar Matthäus äußert in einem Interview Kritik an Reinhard Grindel. Der DFB-Präsident spiele sich zu sehr in den Vordergrund. Auch Joachim Löw sieht er kritisch.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus wirft dem DFB-Präsidenten Reinhard Grindel indirekt Geltungsdrang vor.

"Es gibt beim DFB leider Funktionäre, die sich wichtiger finden als das Große und Ganze", sagte der Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Interview der Rheinischen Post. Matthäus war auf angebliche Unstimmigkeiten zwischen Grindel und Bundestrainer Joachim Löw angesprochen worden.

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"Das ist natürlich ein Problem", antwortete er. "Es gibt halt Leute, für die der Fußball eine gute Möglichkeit ist, sich ins Rampenlicht zu stellen. Da geht es weniger um die Sache." Grindel war aus der Politik an die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gewechselt.

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Informationspolitik von Löw am Pranger

Der DFB-Chef soll Anstoß an Löws Informationspolitik im Zusammenhang mit der Ausbootung von Jerome Boateng, Thomas Müller und Mats Hummels genommen haben. Löw hatte Grindel nicht vorab informiert, dies hatte Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff erst am Tag der Verkündung telefonisch erledigt. 

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Grindel hatte zuletzt betont, er wolle diesbezügliche Aussagen in Richtung Löw nicht als Kritik verstanden wissen.

"Kein guter Stil" von Löw

Auch in Richtung des Bundestrainers äußerte Matthäus Kritik. "Das war einfach kein guter Stil", sagte er zur Ausbootung der drei Weltmeister. Vor allem die Tatsache, dass bereits vor dem Gespräch Medienvertreter darüber informiert waren, sei nicht in Ordnung gewesen. Dennoch "ehre" es Löw, dass er extra nach München gereist ist.

Unabhängig von der Kritik an der DFB-Führung, angst und bange ist Matthäus um den deutschen Fußball nicht. Der Zustand sei "nicht so schlecht, wie er von einigen gemacht wird. Wir sind in Deutschland mal wieder viel zu kritisch", so der 58-Jährige. 

Trotz des schlechten Abschneidens bei der WM sei der Ruf des deutschen Fußballs im Ausland immer noch sehr gut. 

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