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DFB: Oliver Bierhoff spricht über Mesut Özil, die WM und den DFB-Präsidenten, Oliver Bierhoff sieht den Umgang mit Mesut Özil kritisch
DFB: Oliver Bierhoff spricht über Mesut Özil, die WM und den DFB-Präsidenten, Oliver Bierhoff sieht den Umgang mit Mesut Özil kritisch © Getty Images
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Oliver Bierhoff räumt im Umgang mit Mesut Özil Fehler ein. Auch vor und während der WM seine grobe Fehler gemacht worden, erklärt der Nationalmannschaftsdirektor.

Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff hat erneut Fehler im Umgang mit dem früheren Nationalspieler Mesut Özil eingeräumt. "Es ist verkehrt gelaufen, und das tut mir sehr leid. Da wurden viele Fehler gemacht – auch von mir", sagte Bierhoff im Interview mit der Zeit.

Ihn schmerze, "dass es nie eine persönliche Aussprache gab". Özil habe sich "wohl einfach nicht mehr damit befassen" wollen. "Am Ende haben wir alle kein gutes Bild abgegeben", sagte Bierhoff.

Der Mittelfeldstar des FC Arsenal hatte sich kurz vor der Kader-Nominierung für die WM 2018 in Russland mit dem autokratischen türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan ablichten lassen. Trotz der folgenden Kontroverse fuhr er mit zur WM, wo die deutsche Mannschaft in der Vorrunde scheiterte. Özil trat anschließend mit einem Rundumschlag gegen die sportliche Führung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurück.

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Bierhoff: Sane-Verzicht ein Fehler  

Laut Bierhoff seien ohnehin vor der Endrunde grobe Fehler passiert, sportlich zuvorderst der Verzicht auf Leroy Sane (Manchester City). "Wir wollten vor allem ein Zeichen für die Spieler setzen, für die wir uns entschieden hatten. Das sollte Energie freisetzen, den Zusammenhalt stärken. Vielleicht haben wir unterschätzt, dass dann vor allem über den Spieler gesprochen wurde, der nicht dabei war", sagte er. Auch die Gruppenkonstellation innerhalb des Kaders sei falsch eingeschätzt worden.

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Bierhoff: DFB-Präsident kein Thema  

Bierhoff bekräftigte, er hege nach dem Rücktritt von Reinhard Grindel keine Ambitionen auf das Amt des DFB-Präsidenten: "Ich habe eine wunderbare und spannende Aufgabe, die ich als riesige Herausforderung sehe." Offen sei er allerdings für eine Wandlung des ehrenamtlichen Postens in einen bezahlten: "Sicher werden verschiedene Vorstellungen und Modelle besprochen."

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