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Bei der deutschen U21 steht der nächste Umbruch an. Nur drei Spieler aus dem Kader der U21-EM sind noch dabei. Auf Trainer Stefan Kuntz wartet viel Arbeit.

Wenn am Dienstagabend die deutsche U21 ihre EM-Qualifikation gegen Wales startet, beginnt für Stefan Kuntz die Arbeit aufs Neue.

U21-EM-Qualifikation: Deutschland gegen Wales, ab 20 Uhr LIVE im SPORT1-Ticker

Der Trainer muss das nächste Puzzle zusammenfügen, mit dem er sein runderneuertes Team zur UEFA U21 EM 2021 in Slowenien und Ungarn führen will.

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Aus dem Kader der EM im vergangenen Sommer sind lediglich Schalke-Keeper Markus Schubert, Herthas Mittelfeldspieler Arne Maier, Werder-Youngster Johannes Eggestein und Wolfsburgs Neuzugang Lukas Nmecha noch spielberechtigt. Janni Serra (Holstein Kiel), der jetzt wieder dabei ist, war von Kuntz vor dem Turnier aus dem Aufgebot gestrichen worden.

Kuntz: "Entscheidend ist die Spielpraxis"

Beim 2:0-Testsieg gegen Griechenland am vergangenen Donnerstag, bei dem Lukas Nmecha (25.) und Niklas Dorsch (58.) trafen, feierte das Team seinen Einstand - und laut Kuntz sind bereits gute Voraussetzungen zu erkennen. "Die Generation ist eine Buddy-Generation. Sie lösen Probleme gemeinsam, auf dem Platz und außerhalb", sagte der Coach. Mit Blick auf die berühmten UNO-Duelle während der EM der vorangegangenen Generation klingt das bereits vertraut.

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Auf diesem Teamspirit kann seiner Meinung nach aufgebaut werden: "Man kann vieles als Team auffangen. Wir sind jetzt am Anfang unserer Entwicklung. Bis wir dann bei Olympia sind und dann bei der Europameisterschaft sind, entwickelt sich auch noch viel."

Dennoch gehe es zunächst darum, sich gegenseitig kennen zu lernen - vor allem auf dem Platz. "Entscheidend ist die Spielpraxis", weiß der der 56-Jährige.

"Man kennt die Fähigkeiten einzelner Spieler noch gar nicht, man muss erst herausfinden, ob der eine sich dorthin oder in den anderen Raum bewegt", berichtet Nico Schlotterbeck. Auch EM-Veteran Johannes Eggestein sieht den Schlüssel im Zusammenspiel: "Man muss sich annähern und kennenlernen. Das sind Prozesse, die erstmal ablaufen müssen."

Kuntz sieht Belgien als Favorit

Die fehlende Spielpraxis ist beim Wechsel der U21-Generationen indes immer gegeben. Beim nächsten Umbruch in zwei Jahren stünde, nach aktuellem Stand, nur Gladbachs Jordan Beyer noch im Kader.

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Nun also steht gegen Wales der Auftakt für die DFB-Junioren in der Qualifikationsgruppe 9 an - eine Mannschaft, die auch für Kuntz schlagbar ist.

Schwerer dürfte es gegen Belgien werden, ebenfalls Gruppengegner der DFB-Auswahl. "In deren EM-Kader 2019 standen acht Spieler des Jahrgangs 1998 und jünger, die jetzt auch in der Quali auflaufen. Damit sollte sich die Favoritenrolle bei uns in der Gruppe erübrigen. In der gegenwärtigen Situation sehe ich die Belgier vor uns."

"Wir haben jetzt zwei Jahre Zeit, um uns weiter zu entwickeln, um dann sehr schönen und ansehnlichen Fußball zu spielen", sagt Schlotterbeck. Der Auftakt gegen Wales soll die Basis dafür sein.

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