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Manuel Neuer brach sich den Mittelfuß gleich zweimal. Wie hart die lange Verletzungspause wirklich war, erzählt der Nationaltorhüter jetzt ausführlich.

Manuel Neuer drohte vor gut einem Jahr das Karriere-Ende.

Dies gab die Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft und des FC Bayern im Interview mit der FAZ zu. 

Neuer hatte sich 2017 und 2018 einen Mittelfußbruch zugezogen und war jeweils viele Monate lang ausgefallen. Dennoch reiste er als Stammtorhüter zur Weltmeisterschaft in Russland – auch wenn sein Selbstvertrauen während der Verletzungspause spürbar gelitten: "Weil ich unter Zeitdruck stand: ob ich es schaffen würde, fit zu werden für die WM in Russland. Unter dem Druck, ob ich überhaupt wieder Fußball spielen könnte."

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Ein Karriere-Ende sei "in Anbetracht meiner Verletzungsgeschichte fraglich" gewesen. "Hinter vielem stand ein großes Fragezeichen. Aber ich habe es geschafft. Das war eine der höchsten Hürden, die ich in meinem Leben genommen habe." 

Entscheidung für WM-Einsatz fiel sehr spät

Neuer stand beim blamablen WM-Aus 2018 zwischen den Pfosten, der formstarke Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona musste auf der Bank Platz nehmen.

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Lange war nicht klar, ob Neuer zur Verfügung stehen würde. Auch wie lange es dauerte, bis klar war, dass er wieder spielen kann, verriet der Keeper: "Bis zu meinem ersten Spiel. Gegen Österreich, eine Woche vor der WM. Vorher hatte ich nur zwei Halbzeiten im Trainingslager mit der U20 im Tor gestanden."

Ter Stegen? "Ich brauche keinen Herausforderer"

Dennoch bereut er seine Entscheidung vor der WM nicht: "Bei mir gibt es immer hundert Prozent. Hätte ich das Gefühl gehabt, dass ich der Mannschaft schade, hätte ich es nicht gemacht." Während des Turniers in Russland hatte Herausforderer ter Stegen noch keine Ansprüche auf die Nummer eins gestellt. Mittlerweile hat der Barca-Keeper den Platz zwischen den Pfosten als klares Ziel formuliert. 

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Neuer bleibt davon weitgehend unbeeindruckt. Ein zusätzlicher Anreiz sei die neue Konkurrenzsituation ohnehin nicht: "Nein, für meinen Antrieb brauche ich keine Konkurrenz." Die Situation empfinde er als "total entspannt. Ich denke in jedem Training und Spiel nur daran immer meine beste Leistung zu zeigen. Dafür brauche ich keine Herausforderer." 

Der eigene Ehrgeiz sei Antrieb genug: "Meine Motivation kommt von innen." 

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