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München - Trotz starken Leistungen auf Klubebene wartet Kai Havertz weiter auf den Durchbruch beim DFB-Team. Gegen die Türkei bekommt der 21-Jährige von Beginn an die Chance.

Wie passt Kai Havertz in das flügellastige 3-4-3-System des DFB-Teams ohne echten Zehner?

Eine Antwort auf diese Frage erhofft sich Bundestrainer Joachim Löw am heutigen Mittwoch beim Testspiel der Nationalmannschaft in Köln. (Deutschland - Türkei am Mi. ab 20.45 Uhr im LIVETICKER)

Gegen die Türkei steht der 21-Jährige in der Startelf - erst zum fünften Mal in seiner Nationalmannschaftskarriere. 

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Löw verrät: Havertz steht in der Startelf

"Kai Havertz wird auf jeden Fall morgen beginnen", verriet der Bundestrainer vor dem Abschlusstraining am Dienstagabend und ergänzte: "Er ist ein Spieler, der dem Spiel in technischer und spielerischer Hinsicht immer gut tut."

Dass der filigrane Techniker mit Torriecher trotz der Lobeshymnen des Bundestrainers nicht schon deutlich häufiger zum Einsatz kam, liegt in erster Linie an der großen Konkurrenz.

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Im Mittelfeld harmonierten in der EM-Qualifikation Toni Kroos, Joshua Kimmich und Ilkay Gündogan prächtig. Zudem hat Löw noch Leon Goretzka und Marco Reus in der Hinterhand. Im Angriff waren meist Leroy Sané, Timo Werner und Serge Gnabry gesetzt. Havertz ist zwar nah dran an der Startelf, aber meist nicht drin. 

Das ist auch dem Mittelfeldspieler bewusst. "Ich bin schon zwei Jahre hier und habe noch nicht allzu viele Spiele gemacht. Ich bin ruhig geblieben, weil ich weiß, wie viele gute Spieler hier sind. Aber ich habe genug Selbstvertrauen, um wieder anzugreifen", sagte der Chelsea-Neuzugang.

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Für Havertz ist die Partie gegen die Türken eine gute Gelegenheit, Eigenwerbung zu betreiben. Er habe noch "viel Potenzial nach oben", findet Havertz. "Das will ich in den nächsten Wochen und Monaten ausschöpfen".

Löw erwartet von Havertz "nächsten Karrieresprung"

In England ließ er sein Können zumindest aufblitzen. Sein Dreierpack im Ligapokal gegen den Zweitligisten FC Barnsley (6:0) war für ihn "ein sehr großes Ding".

Fünf Spiele bestritt Havertz bisher für Chelsea, nicht immer kam er dabei auf seiner Lieblingsposition hinter den Spitzen zum Einsatz.

Dennoch sieht Löw in dem Wechsel auf die Insel eine große Chance. "Das ist eine Persönlichkeitsschulung, das habe ich schon bei einigen Spielern erlebt. Da machen sie den nächsten Karrieresprung, das hilft uns auch", sagte der 60-Jährige und fügte an: "Mit seiner Klasse und seinem klaren Kopf - ich denke, dass er sich da mit Sicherheit durchsetzen wird."

Ablösesumme löst bei Havertz "keinen Druck" aus

Die hohe Ablösesumme soll dabei nicht zur Belastung werden. "In diesen Tagen ist das im Fußball schon fast normal", sagte Havertz. Er mache sich deswegen "keinen Druck, weil ich nicht besser oder schlechter spiele, wenn ich an die hohe Ablöse denke".

Die kurze Eingewöhnungszeit in London ist da schon ein größeres Problem. Es sei ein "anderes Leben" in einer "anderen Kultur". Es sei ein "sehr großer Schritt gewesen, meine Familie und mein Umfeld zu verlassen".

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Das Spiel gegen Barnsley sei daher "sehr gut für das Selbstbewusstsein" gewesen. Das will er jetzt auch im DFB-Team zeigen: "Ich bin noch relativ jung. Ich habe genug Selbstvertrauen, um anzugreifen."

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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