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Dietmar Hamann glaubt, dass Mats Hummels viele Probleme in der Abwehr beheben könnte. Zweifel äußert er an Toni Kroos. Auch Lothar Matthäus äußert sich.

Der frühere Fußball-Nationalspieler Dietmar Hamann (47) hat sich für eine Rückkehr von Innenverteidiger Mats Hummels in die DFB-Elf ausgesprochen, stellt aber die Rolle von Toni Kroos als Stammspieler infrage.

Über Hummels sagte Hamann: "Er ist ein absoluter Leader da hinten. Er kann die Mannschaft führen und ich glaub auch die anderen Spieler führen. Ab und zu habe ich das Gefühl, hinten sind sie etwas hilflos und da würde mit Sicherheit Hummels etwas Ruhe reinbringen", sagte Hamann bei Sky Sport News.

Rio-Weltmeister Hummels war im Nachgang der WM 2018 gemeinsam mit seinen damaligen Bayern-Teamkollegen Jerome Boateng und Thomas Müller ausgebootet worden. Bundestrainer Joachim Löw begründete den Schritt mit einem personellen Umbruch der Mannschaft, schloss eine Rückkehr zuletzt weitestgehend aus.

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Kroos für Hamann nicht unbedingt gesetzt

Eine große Rolle in Planungen des Nationalcoaches spielt indes weiterhin Spielmacher Kroos von Real Madrid. Der 30-Jährige, der am Dienstag gegen die Schweiz (3:3) sein 100. Länderspiel bestritt, gilt als Fixpunkt der Mannschaft. Nicht aber für Hamann, der in der Startelf eine Besetzung aus Joshua Kimmich und Leon Goretzka befürwortet.

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"So wie Kimmich und Goretzka im Moment drauf sind, es sind noch 8 Monate bis zur EM und man muss warten, wie es bis dahin ausschaut, aber die beiden müssen für mich spielen", sagte Hamann: "Dann musst du noch den Havertz irgendwie in die Mannschaft integrieren. Also, für mich ist ein Toni Kroos - Stand heute - nicht hundertprozentig gesetzt."

Matthäus für Hummels und Müller

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus würde nach derzeitigem Stand gerne die aussortierten Mats Hummels und Thomas Müller im EM-Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sehen.

"Die Besten sollen spielen", begründete der 59-Jährige bei einer fiktiven Kadernominierung beim Pay-TV-Sender Sky die Auswahl der beiden Weltmeister von 2014. Allerdings verzichtete er auf den ebenfalls ausgemusterten und zuletzt formstarken Jérôme Boateng.

In seinem Aufgebot für die Europameisterschaft vertraut Matthäus mit sieben Spielern auf einen massiven Bayern-Block. "Die Nationalmannschaft war immer dann stark, wenn die Blöcke von einer starken Vereinsmannschaft kamen", erläuterte Matthäus.

Doch nicht nur deshalb würde er Müller zurückholen. Der Anfang 2019 ausgebootete Offensivspieler sei ein "guter Teamspieler", habe Einfluss auf die Mitspieler und sei außerdem "perfekt für das frühe Pressing".

Matthäus hält nichts von Draxler

Joshua Kimmich sieht Matthäus anders als Bundestrainer Joachim Löw auf der Position des Rechtsverteidigers, da die Abwehr die "Achillesferse" sei und im zentralen Mittelfeld genug Alternativen zur Verfügung stünden.

Dem Überangebot im Mittelfeld sollte nach Meinung des 150-maligen Nationalspielers der zuletzt gesetzte Julian Draxler zum Opfer fallen. Der 27-Jährige sei für ihn ein "schlampiges Talent", nicht stabil und habe zudem in Paris keinen Stammplatz", begründete Matthäus dessen Ausbootung.

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