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München - Hansi Flick kann die große Kritik an Joachim Löw nicht nachvollziehen. Der Trainer des FC Bayern wünscht sich weniger Schärfe und stichelt gegen die Experten.

Joachim Löw steht nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen der Nationalmannschaft in der Kritik (Der SPORT1-Kommentar: Löw ist nicht mehr der richtige Mann).

Lothar Matthäus wunderte sich über die Maßnahmen des Bundestrainers, Olaf Thon legte Löw einen Rücktritt nahe.

Hansi Flick dagegen brach eine Lanze für seinen ehemaligen Chef. Zwischen 2006 und 2014 agierte der Coach des FC Bayern als Co-Trainer Löws beim Nationalteam.

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"Ich finde es sehr, sehr übertrieben, was mit Jogi passiert. Er hat einen sensationellen Job gemacht", sagte Flick auf der Pressekonferenz der Bayern vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen den 1. FC Düren (Donnerstag ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

DFB-Pokal, 1. Runde: 1. FC Düren - FC Bayern am Donnerstag, ab 19 Uhr live im TV auf SPORT1, im Stream und auf SPORT1.de

Flick nimmt sich Löw-Kritiker vor

Löw befinde sich in einer schwierigen Situation und habe "kaum Zeit, Dinge einzuspielen. Ich weiß es selbst, wie wichtig Trainingseinheiten sind, um seine Inhalte den Spielern zu vermitteln. Diese Einheiten hatte Jogi Löw nicht". Es sei "die Pflicht eines Trainers, Dinge einfach mal auszuprobieren.

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Deswegen stichelte Flick ein wenig gegen die Kritiker. "Dass jetzt viele hervorkommen, wenn es mal nicht so läuft und dann Kritik üben ... manche, die seit 25, 30 Jahren keinen Ball mehr an den Füßen hatten. Ich weiß auch, dass sich die jetzigen Experten auch schön aufgeregt haben, wenn die damaligen Experten zu ihrer Spielerzeit irgendwas losgelassen haben. Schwuppdiwupp ist man selbst auf der Seite und haut mal das eine oder andere Ding raus. Das tut dem deutschen Fußball und der Sache nicht unbedingt gut, auch wenn es vielleicht medial gut ankommt."

Löw und sein Team machen "einen sehr guten Job. Man muss ein bisschen zurückgehen und Schärfe herausnehmen. Die Arbeit, die er macht, ist sensationell. Er ist ein sehr guter Trainer, deswegen müssen wir gucken, dass wir sachlich bleiben und gemeinsam an die Dinge herangehen."

Die Bundesliga-Vereine seien dafür verantwortlich, "dass wir Spieler ausbilden, die später in der Nationalmannschaft spielen. Diese Aufgabe müssen wir gemeinsam angehen."

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