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Die Zukunft von Bundestrainer Joachim Löw soll am Freitag entschieden werden. Vorab gibt es angeblich Dissonanzen in der Spitze des DFB.

Die Entscheidung über die Zukunft von Bundestrainer Joachim Löw sorgt angeblich für Dissonanzen an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes.

Am Freitag soll sich entscheiden, ob Löw weiter das Vertrauen ausgesprochen wird.

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ist bereits für den Dienstag ein sogenannter Vorab-Gipfel mit Löw, DFB-Präsident Fritz Keller, Vize Peter Peters und Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff geplant.

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Brisant: Im Anschluss soll zunächst der Präsidialausschuss mit unter anderem DFB-Vizepräsident Rainer Koch und DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius über das Gespräch informiert werden.

Dies sorgt nach einem Bericht der Bild am Sonntag für Unmut im DFB-Präsidium. "Die Entscheidung über den Bundestrainer liegt in der Verantwortung des Präsidiums, nicht des Präsidialausschusses. Solch ein Vorgehen gehört sich nicht und beschädigt auch den Bundestrainer, denn es dauert zu lange und ist indifferent", wird ein namentlich nicht genanntes Präsidiumsmitglied zitiert.

Bierhoff gibt Löw Rückendeckung

Löw muss das 0:6 in der Nations League in Spanien begründen und Perspektiven mit Blick auf die EM im kommenden Jahr aufzeigen. Insbesondere Bierhoff muss Löw den Rücken stärken. Im SPORT1-Interview vor dem Debakel von Sevilla sagte Bierhoff: "Ich bin der Überzeugung, dass er der beste Bundestrainer ist, den wir haben können. Er hat sein Können in all den Jahren gezeigt und wir wissen, was wir an ihm haben. Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass er der richtige Mann ist."

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Bierhoff und Keller, der wie der Bundestrainer aus Freiburg kommt, zählen zu den größten Befürwortern des unter Löw eingeschlagenen Umbruchs und stehen immer noch hinter ihm.

Verbandsintern gibt es allerdings zunehmend Gegenwind für Löw. Eine Entlassung ist nicht mehr unwahrscheinlich, wenngleich es im Falle einer Trennung wohl auf einen freiwilligen Rückzug von Löw hinauslaufen könnte.

Eine Entlassung müsste von Keller ausgesprochen werden. Bierhoff hat als Direktor nur ein Vorschlagsrecht in der Besetzung des Bundestrainer-Postens.

Nach SPORT1-Informationen muss sich Löw mannschaftsintern vor allem einen Vorwurf gefallen lassen: Dass er taktisch zuletzt zu viel experimentiert und man vor allem defensiv teilweise planlos agiert hat.

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