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Sevilla - Die deutsche Nationalmannschaft geht gegen Spanien unter. In einer erschreckend schwachen Mannschaft ist Manuel Neuer die ärmste Person auf dem Platz.

Was für eine Klatsche für die deutsche Nationalmannschaft! 

Das DFB-Team kassierte beim abschließenden Nations-League-Spiel in Sevilla gegen Spanien eine 0:6-Niederlage und brachte während der 90 Minuten kein Bein auf den Boden. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die deutsche Mannschaft in der SPORT1-Einzelkritik:

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MANUEL NEUER: Debakel im Rekordspiel! Einen 16-Meter-Freistoß von Ramos hielt er gut (7.). Die 1:0-Kopfballführung durch Morata wirkte nicht unhaltbar (17.). In der 30. Minute rettete er mit einem Weltklasse-Reflex gegen Torres (30.). Bei dessen 2:0-Volley konnte er nichts machen (33.), auch nicht beim 3:0 durch Rodri (38.). Gut, wie er das 4:0 durch Olmo verhinderte (48.). Beim 4:0 und 5:0 durch Torres war wieder nichts zu machen (55./71.). Auch nicht beim 6:0 durch Oyarzabal (89.). Neuer nach Abpfiff: "Wir haben das Spiel vergeigt." SPORT1-Note: 3,5 (Die Stimmen zum Spiel)

MATTHIAS GINTER: Die Rufe nach Joshua Kimmich werden nicht weniger werden, denn auch Ginter ist kein Rechtsverteidiger mit Top-Niveau. Wie Max hatte er kaum Zugriff in den Zweikämpfen. Leipzigs Olmo hatte leichtes Spiel. Vorm 1:0 übte er viel zu wenig Druck auf Flankengeber Koke aus (33.). Vor dem 4:0 ließ er sich an der Mittellinie überlupfen. Ginter fand quasi nicht statt. SPORT1-Note: 5,5

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ROBIN KOCH: Der Leeds-Star fand gut ins Spiel, ging dann aber mit seinen Nebenmännern unter. Vor dem 2:0 verlor er den entscheidenden Kopfball gegen Olmo. Nach einem Foul an Morata fing er sich die Gelbe Karte ein (37.). Wackelig in Hälfte zwei und nicht mehr präsent in den Zweikämpfen. Mehrmals ließ er sich schwindelig spielen, wie in der 85. Minute. SPORT1-Note: 5

NIKLAS SÜLE (bis 45.): Bei seiner Qualität und seinen Ansprüchen muss mehr von Süle kommen. Ein Abwehrboss war der 25-Jährige gegen die Spanier jedenfalls nicht. Hinten wirkte er oft unsicher, am Ball sorgte er für wenig Ruhe. Klagte nach dem Ukraine-Spiel über Knieschmerzen. In der Halbzeit nahm in Löw vom Feld. SPORT1-Note: 5,5 (Service: Spielplan und Ergebnisse der Nations League)

PHILIPP MAX: Gegen starke Spanier bekam Max in seinem dritten Länderspiel deutlich seine Grenzen aufgezeigt. Torres bekam er nie in den Griff, in kaum einen Zweikampf fand er Zugriff. Immerhin schaltete er sich ab und an mit nach vorne ein und flankte zweimal in den iberischen Strafraum. An vielen Gegentoren war Max indirekt beteiligt. SPORT1-Note: 5,5

TONI KROOS: Wo war Löws Routinier gegen die Spanier? Zu sehen war er so gut wie nichts von ihm in der Mittelfeld-Zentrale an der Seite von Gündogan. Beim Bundestrainer hat er einen Stammplatz, aber vor allem beim Debakel in Sevilla hätte man erwarten können, dass Kroos vorangeht. Tat er aber nicht. "Es tat weh. Wir haben defensiv überhaupt keinen Zugriff bekommen", sagte er nach dem Abpfiff. SPORT1-Note: 6

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LEON GORETZKA (bis 61.): Super gegen die Ukraine, schwach gegen die Spanier. Goretzka wehrte sich immerhin in manchen Zweikämpfen und forderte Bälle. Das Ruder rumreißen konnte aber auch er nicht. SPORT1-Note: 4,5

ILKAY GÜNDOGAN: Hatte Glück, dass Schiedsrichter Ekberg nach seinem unnötigen Foul an Olmo nicht früh auf Strafstoß entschied (5.). Beim 3:0 kam er viel zu spät gegen Torschütze Rodri (38.). Warum er überhaupt den viel größeren ManCity-Star verteidigen musste, bleibt Löws Rätsel. Vor Torres‘ 5:0 kam er nicht in den Zweikampf. Auch beim 6:0 war er am Strafraum viel zu passiv. SPORT1-Note: 5,5 (Service: Die Tabellen der Nations League)

TIMO WERNER (bis 77.): Vom Chelsea-Star war gegen dominante Spanier nichts zu sehen. Die DFB-Elf war auch viel zu passiv und konnte Werner und seine beiden Nebenmänner daher nie in Szene setzen. SPORT1-Note: 4,5

SERGE GNABRY: Auch von Gnabry war wenig zu sehen, wie schon gegen die Ukraine. Nach einer Einzelaktion hätte er Goretzka bedienen können, stattdessen suchte er selbst den Abschluss (14.). Beim 1:0 durch Morata ließ er den Juventus-Stürmer am zweiten Pfosten im Rücken zu einfach gewähren, aber auch hier die Frage: Warum musste er gegen den viel größeren Morata verteidigen? (17.). Irre: Sein Pfostenkracher aus 20 Metern in der 78. Minute war der erste DFB-Torschuss. SPORT1-Note: 4,5

LEROY SANÉ (bis 61.): Auf der rechten Außenbahn wagte er es zumindest mal in Eins-gegen-Eins-Duelle, hatte aber kaum Durchschlagskraft. Wie schon gegen die Ukraine arbeitete er defensiv zu wenig mit. Ging gefrustet früh vom Feld. SPORT1-Note: 5

JONATHAN TAH (ab 46.): Startete mit einem Ballverlust ins Spiel, der zu einem nicht genutzten Konter von Morata führte (48.). Vorm 4:0 ging er in einen Alibi-Zweikampf gegen Vorlagengeber Fabian (55.). Beim 5:0 und 6:0 irrte er nur durch die Gegend. SPORT1-Note: 6

FLORIAN NEUHAUS (ab 61.): Bei der Schande von Sevilla kam Neuhaus immerhin zu seinem ersten Pflichtspiel-Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft. Goretzka ging für ihn vom Platz. Neuhaus wehrte sich, konnte den DFB-Untergang aber nicht aufhalten. SPORT1-Note: 4

LUCA WALDSCHMDT (ab 61.): Der Neu-Lissabonner kam für Sané. Szenen hatte er keine. SPORT1-Note: 4,5

BENJAMIN HENRICHS (ab 77.): Der Leipziger kam für Werner in die Partie, aber für eine Benotung zu spät. Beim 6:0 wurde er auf der rechten Seite düpiert.

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