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München - Joachim Löw hat das Länderspiel-Jahr 2020 genutzt, um taktisch und personell viel auszuprobieren. Sein Plan gegen Spanien dürfte wegweisend sein.

Nations-League-Highlight gegen Spanien!

Ein Punkt reicht der deutschen Nationalmannschaft am heutigen Dienstagabend in Sevilla (Nations League: Spanien - Deutschland, Dienstag 20.45 Uhr im LIVETICKER), um Tabellenerster der Gruppe 4 zu werden. "Der Gruppensieg wäre eine schöne Belohnung und würde uns Rückenwind für die EM 2021 geben", sagte Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff im Gespräch mit SPORT1.

Bundestrainer Joachim Löw weiß, dass die Spanier ein echter Gradmesser für seine Elf sein werden.

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Unabhängig davon, dass ihm mit Joshua Kimmich (Außenmeniskus-Riss), Kai Havertz (Quarantäne), Antonio Rüdiger (Gelbsperre), Emre Can (überstandene Corona-Erkrankung), Robin Gosens (Wadenprobleme) und Marco Reus (Aufbau nach langer Verletzung) wichtige Leistungsträger fehlen. Auch Lukas Klostermann, Marcel Halstenberg, Julian Draxler und Thilo Kehrer sind noch nicht dabei.

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SPORT1 zeigt, wie die deutsche Mannschaft gegen Spanien zu erwarten ist.

Taktische Ausrichtung

Gegen die Ukraine verabschiedete sich Löw von seiner seit Monaten favorisierten Dreierkette. Stattdessen setzte er auf eine Viererkette und drei zentrale Mittelfeldspieler: Robin Koch spielte auf der Sechs, vor ihm Ilkay Gündogan und Leon Goretzka. Davor wirbelten Timo Werner (links), Serge Gnabry (Mitte) und Leroy Sané (rechts). Klappte gut!

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Gut möglich, dass Löw eben diese Variante erneut gegen Spanien und bei der EM wählen wird, um dem Überangebot an qualitativ hochwertigen Mittelfeldspielern gerecht zu werden.

Löw: "Wir müssen die Balance finden zwischen frühem Pressing und einer guter Organisation. Gegen die Ukraine hatten wir auch mal Probleme."

Personelle Besetzung

Niklas Süle klagte nach dem Ukraine-Spiel über Knieschmerzen, Rüdiger ist bereits nach London abgereist, weshalb eine Viererkette höchstwahrscheinlich ist. Manuel Neuer wird sein 96. Länderspiel absolvieren und somit zum deutschen Rekordtorhüter aufsteigen.

"Ich bin schon stolz, was ich bislang erreicht habe", sagte der DFB-Kapitän.

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Links wird Philipp Max zum dritten Mal in Folge starten. "Er hat ein Hammer-Programm absolviert und wird beginnen. Die 90 Minuten wird er aber nicht unbedingt durchstehen", sagte Löw.

Jonathan Tah und Robin Koch sind Optionen für die Innenverteidigung, Matthias Ginter erhält auf rechts wohl den Vorzug gegenüber dem einsatzbereiten Benjamin Henrichs, den Löw als "guten Backup" bezeichnete.

Das Mittelfeld-Zentrum hat es in sich: Toni Kroos und Gündogan haben von Löw Startelf-Garantien bekommen. An Goretzka führt auch kein Weg vorbei. Möglich ist, dass Kroos im defensiven Mittelfeld aufläuft. Florian Neuhaus darf mit einem Joker-Einsatz rechnen.

Im Angriff dürfte der Bundestrainer wieder auf sein Turbo-Trio aus Werner, Gnabry und Sané setzen, damit sie sich für die EM einspielen können.

Ansage Neuer: "Wenn man die Gruppe gewinnt, kann man besser in die EM-Vorbereitung gehen. Und es wird weniger kritische Stimmen geben."

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