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Joachim Löw beendet seine lange Amtszeit als Bundestrainer nach der EM - ein Schritt, den Olaf Thon schon im vergangenen Jahr gefordert hat.

Im Oktober des vergangenen Jahres hat Olaf Thon Bundestrainer Joachim Löw einen Rücktritt nach der kommenden EM 2021 mit deutlichen Worten nahe gelegt.

Seit heute ist klar: Der Weltmeister-Trainer wird in diesem Jahr tatsächlich zum letzten Mal als DFB-Coach in ein großes Turnier gehen. Ex-Nationalspieler Thon sieht in dem angekündigten Rückzug vor allem eine große Chance für den Deutschen Fußball-Bund. 

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"Wer bei der Weltmeisterschaft 2018 in der Vorrunde ausscheidet - das gabs noch nie - da war es nur eine Frage der Zeit, bis Jogi Löw gehen muss" erklärte der 54-Jährige in den SPORT1 News: "Das ist auf der einen Seite schade, gibt auf der anderen Seite aber Möglichkeiten, sich neu zu erfinden. Jetzt ist die große Frage: Wer wird der neue Bundestrainer?" 

Kandidaten gebe es mehrere, Thon zählte Ralf Rangnick, Jürgen Klopp (der bereits abgesagt hat) und auch Lothar Matthäus auf. "Ich denke die Möglichkeiten sind groß für den DFB, da den richtigen Mann auch zu finden. Aber es wird nicht einfach sein, denn man braucht nicht nur einen guten Bundestrainer, sondern auch ein gutes Trainerteam." 

Thon: Löw kann es jetzt locker angehen

Zu Löw, den er zuletzt vor allem wegen seines missglückten Umbruchs und der Ausbootung von Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels kritisiert hatte, sagte Thon: "Ich bin froh, dass er die Gelegenheit bekommen hat, das selbständig zu tun. Und nicht von anderen gezwungen wird, zurückzutreten. Denn unter den Strich hat er Großes geleistet. Wir haben ihm viel zu verdanken." 

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Laut dem Weltmeister von 1990 befindet sich Löw nach der überraschenden Ankündigung nun in einer guten Position - auch mit Hinblick auf das EM-Turnier: "Es macht ihn nicht schwächer, glaube ich. Er kann jetzt ganz selbstbewusst seine Entscheidungen treffen.

So zum Beispiel bei Boateng, Hummels und gerade Müller: "Denn das ist auch eine Personalie, die er nicht gut getroffen hat, vor allem vom Zeitpunkt her. Wir sehen einen Thomas Müller, der in der Form seines Lebens ist. Der muss in die Nationalmannschaft, der will da rein. Und er tut gut daran, mindestens Müller zurückzuholen. Er kann jetzt ganz locker rangehen und einfach die besten Leute aufstellen. Und da gehört Müller auf jeden Fall dazu."

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