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Im kommenden Jahr steigt die erste paneuropäische EM. Der Modus von Qualifikation und Auslosung ist so kompliziert wie nie. SPORT1 klärt auf.

Seit Donnerstag läuft die Qualifikation zur historischen EM 2020, deren Qualifikation und Auslosung so komplex ist wie nie zuvor.

Die deutsche Nationalmannschaft steigt am Sonntag (EM-Qualifikation: Niederlande - Deutschland, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) mit dem Gastspiel in den Niederlanden ein. SPORT1 beantwortet vorab die wichtigsten Fragen zur EM-Quali und der Endrunde im kommenden Jahr - und zeigt die Kompliziertheit der Modi auf.

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In welchem Modus wird die Qualifikation gespielt? 

Insgesamt gibt es zehn Gruppen, fünf mit fünf Mannschaften, fünf mit sechs. Deutschland trifft in Gruppe C noch auf Nordirland, Estland und Weißrussland. Für die erste paneuropäische EM in zwölf Städten Europas qualifizieren sich jeweils die beiden Gruppenersten (20 Teams) sowie die vier Gewinner der Playoffs der Nations League.

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Die "normale" Quali läuft bis zum 19. November, die Playoffs werden erst im März 2020 gespielt. Deshalb könnte nach der EM-Auslosung Ende November, bei der vier Endrunden-Teilnehmer noch gar nicht feststehen, eine weitere Auslosung (1. April) nötig sein.

Wie funktioniert die EM-Auslosung?

Gelost wird am 30. November in Bukarest. Zu diesem Zeitpunkt sind die zehn Gruppenersten sowie zehn Gruppenzweiten bereits fix, die vier Sieger aus den Playoffs jedoch nicht. Jene Playoffs finden vom 26. bis 31. März statt und ermitteln die finalen Teilnehmer.

Qualifiziert für die Playoffs sind alle 16 Gruppensieger aus der Nations League. Falls ein Nations-League-Gruppensieger allerdings schon über die normale Quali den Sprung zur EM geschafft hat, rücken weiter unten platzierte Teams nach. Die Playoffs werden im K.o.-System gespielt mit zwei Halbfinals und einem Finale.

Es ist durchaus möglich, dass die Playoffs eine neuerliche Auslosung notwendig machen. Dafür ist der 1. April vorgesehen.

Welche Bedeutung hat eine gute Qualifikation?

Dass die Qualifikation für das Team von Bundestrainer Joachim Löw absolute Pflicht ist, steht außer Frage. Die Nationalmannschaft sollte aber auch alles daransetzen, die Gruppe mit einer sehr guten Bilanz vor den Niederlanden abzuschließen.

Die EM 2020 wird wie die Endrunde 2016 mit 24 Teams gespielt, in der Gruppenphase wird es sechs Vierergruppen geben. Bei der Auslosung in Topf 1 kommen deshalb nur die sechs besten Gruppenersten der Qualifikation. Als Zweiter hinter den Niederlanden (oder nur siebtbester Gruppensieger) droht also eine "Hammergruppe".

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Welche Fakten zur EM stehen schon fest? 

Gespielt wird vom 12. Juni bis zum 12. Juli 2020 in Deutschland (München), Aserbaidschan (Baku), Dänemark (Kopenhagen), England (London), Irland (Dublin), Italien (Rom), den Niederlanden (Amsterdam), Rumänien (Bukarest), Russland (St. Petersburg), Schottland (Glasgow), Spanien (Bilbao) und Ungarn (Budapest).

In München finden drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale statt. Die beiden Halbfinal-Partien und das Endspiel steigen im Londoner Wembley-Stadion. Eröffnet wird das Turnier in Rom. Qualifizieren sich Deutschland und Ungarn, spielen sie als sogenannte "Städtepartner" in jedem Fall zusammen in Gruppe F. Eine Auslosung legt dann fest, wer im direkten Duell Heimrecht und damit drei Heimspiele in der Gruppenphase hat.

Wer hatte die Idee, die EM über den Kontinent zu verteilen? 

Urheber war der damalige UEFA-Präsident Michel Platini, der zum 60. Jahrestag des EM-Turniers etwas Besonderes machen wollte. Inzwischen ist der über eine dubiose Millionenzahlung gestolperte Franzose längst nicht mehr im Amt.

Sein Nachfolger Aleksander Ceferin betonte aber ebenso, dass "der Fußball als Brücke zwischen den Nationen fungiert und dass der Wettbewerb so näher an die Fans, die dem Fußball erst Leben einhauchen, heranrückt". Das nächste "normale" EM-Turnier findet dann 2024 in Deutschland statt.  

Welche Herausforderungen kommen auf die Fans zu? 

Bedeutend wird sein, zur rechten Zeit die richtigen Flüge und Hotels zu buchen - auch, um sich nicht finanziell zu ruinieren. Auf dem Weg zum angestrebten Titel müsste Deutschland in jedem Fall in mindestens zwei anderen Ländern spielen: Im Achtelfinale sowie in der "End-Endrunde" in London.

Die größte Frage wird sein, ob sich in den zwölf Städten eine ähnliche Turnier-Atmosphäre entwickelt wie sonst in nur einem Gastgeberland. Die UEFA hofft auf zwölf "Sommermärchen", Kritiker gehen von zusammenhanglosen Spielen aus, zu denen deutlich weniger Auswärtsfans kommen.

Die Deutschen Spiele in der EM-Qualifikation in der Übersicht:

Sonntag, 24.03.2019: Niederlande - Deutschland, 2:3 (0:2)
Samstag, 08.06.2019: Weißrussland - Deutschland, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER
Dienstag, 11.06.2019: Deutschland - Estland, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER
Freitag, 06.09.2019: Deutschland - Niederlande, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER
Montag, 09.09.2019: Nordirland - Deutschland, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER
Sonntag, 13.10.2019: Estland - Deutschland, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER
Samstag, 16.11.2019: Deutschland - Weißrussland, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER
Dienstag, 19.11.2019: Deutschland - Nordirland, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER

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