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Kingsley Coman traf doppelt für Frankreich
Kingsley Coman traf doppelt für Frankreich © Getty Images
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Frankreich feiert in der EM-Qualifikation gegen Albanien einen klaren Sieg. Bayern-Star Kingsley Coman avanciert zum Matchwinner. Lucas Hernández muss viel einstecken.

Weltmeister Frankreich hat mit gleich vier Bayern-Profis in der Startelf einen souveränen Sieg auf dem Weg in Richtung EM-Endrunde 2020 eingefahren - besonders Kingsley Coman brillierte mit seinem Doppelpack und wurde als "King" Coman gefeiert.

Gegen Albanien setzte die die Equipe tricolore am Samstag im Stade de France mit 4:1 (2:0) durch, Nationaltrainer Didier Deschamps vertraute dabei neben dem Doppeltorschützen von Beginn an auch auf dessen Münchner Kollegen Lucas Hernández, Benjamin Pavard und Corentin Tolisso.

Coman (8.) und Chelsea-Stürmer Olivier Giroud (27.) trafen vor der Pause, Topstar Antoine Griezmann schoss einen Foulelfmeter an die Latte (37.). Coman machte in der 68. Minute seinen ersten Doppelpack im Nationaltrikot perfekt, Jonathan Ikoné (85.) erhöhte bei seinem Länderspiel-Debüt weiter. Albanien verkürzte durch einen Foulelfmeter von Sokol Cikalleshi (90.).

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Presse feiert Bayern-Stars - allen voran Coman

Deschamps musste auf Publikumsliebling und Shootingstar Kylian Mbappé verzichten. Der 20-Jährige verletzte sich in der Ligue 1 am vergangenen Wochenende am Oberschenkel und fällt mehrere Wochen aus.

Doch Coman nutzte seine Chance und zeigte eindrucksvoll, dass Frankreich einen qualitativ hochwertigen Kader hat.

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Die Meinungen über den Flügespieler sind eindeutig: "Coman königlich" titelt die L'Équipe und France Football. Coman bearbeitete seine rechte Offensiv-Seite exzellent und sorgte mit viel Spielfreude oftmals für Gefahr. Mit etwas Glück hätte Giroud nach einer Flanke Comans sogar noch einmal treffen können (53.). 

Deschamps sprach nach der Partie in den höchsten Tönen von Coman: "Seine Leistung erinnert daran, wie er bei Bayern München agiert. Er ist entschlossener und sucht die Möglichkeit ein Tor zu erzielen. Er hat die Fähigkeiten, die Defensive des Gegners konstant zu destabilisieren. Es ist schön, ihn auf diesem Niveu spielen zu sehen."

Coman selbst gab sich zurückhaltend: "Es war ein gutes Spiel - für mich persönlich, aber auch für die ganze Mannschaft", sagte der 23-Jährige nach seinem Gala-Auftritt, "unsere harte Arbeit wurde belohnt."

Auch Hernández, Pavard und Tolisso überzeugen

Bayern-Neuzugang Hernández bekommt ebenfalls viel Lob. Hinten stand der 23 Jahre alte Verteidiger ganz sicher - vorne sorgte er für Gefahr. Das Tor zum 2:0 durch Olivier Giroud legte er überlegt auf und nur Minuten später holte er den Foulelfmeter raus.

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Auch sein Abwehr-Kollege Pavard überzeugte. Zweikampfstark, am Boden wie in der Luft und stets konzentriert zugange. Zudem zeigte er immer wieder gekonnte Spieleröffnungen und harmonierte hervorragend mit Coman. Die Bayern dürfen sich auf ein dynamisches Duo freuen.

Der zuletzt bei Bayern etwas kritisierte Corentin Tolisso spielte befreit auf und glänzte durch eine physisch stabile Art, aber auch durch kontrollierte Ballverteilung im Mittelfeldzentrum.

Hernández muss einstecken

Hernández musste allerdings auch einstecken. Vor Comans zweitem Treffer prallte er mit Albaniens Innenverteidiger Berat Djimsiti zusammen, konnte nach einer kurzen Behandlungspause aber weiterspielen.

In der Schlussphase blieb er nach einer harten Grätsche von Paderborns Klaus Gjasula erneut auf dem Rasen liegen, nach Rücksprache mit den Teamärzten setzte der Bayern-Verteidiger die Partie aber fort.

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Falsche Hymne gespielt

Die Partie begann nach einigen Verwirrungen mit Verspätung: Im Stadion war nicht die albanische, sondern die Hymne Andorras gespielt worden. Die Gäste weigerten sich daraufhin anzustoßen, bevor die korrekte Variante erklungen war.

Um die Verwirrung komplett zu machen, bat der Stadionsprecher danach bei den "Fans aus Armenien" um Entschuldigung.

Mit zwölf Punkten aus fünf Spielen führt Frankreich die Gruppe A vor den punktgleichen Türken, die sich zu einem 1:0 (0:0) gegen Andorra mühten, sowie den ebenfalls nach Zählern gleichauf liegenden Isländern, die 3:0 (1:0) gegen die Republik Moldau gewannen, an. 

 

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