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München - Andreas Herzog ist nach der Last-Minute-Niederlage Israels in Slowenien außer sich. Berichten von einem Ausraster in der Kabine widerspricht er jedoch.

Andreas Herzog hat auf die möglicherweise entscheidende Niederlage in der EM-Qualifikation mit einem Wutanfall reagiert.

Der israelische Nationaltrainer rastete nach dem 2:3 gegen Slowenien laut Medienberichten in der Kabine aus und soll unter anderem Flaschen durch den Raum getreten haben. Außerdem ging angeblich ein Tisch kaputt, einigen Nationalspielern sollen sogar die Tränen in den Augen gestanden haben.

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"Ihr seid naiv! Ihr werdet nie irgendwas erreichen", schimpfte der Österreicher laut israelischen Medien. (SERVICE: Tabellen der EM-Qualifikation)

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Dieser Darstellung widersprach der Österreicher am Dienstag energisch. "Dass ich Mobiliar zertrümmert oder die Jungs gar zum Weinen gebracht haben soll, ist absoluter Blödsinn! Davon stimmt rein gar nichts", sagte Herzog dem Express: "Natürlich war ich sauer, auch auf einzelne Spieler, dass wir in der 90. Minute das Ding durch solche Fehler unnötig verlieren. Welcher Trainer wäre das denn nicht? Gleichzeitig bin ich aber mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden und sehe das Positive."

Israel unterliegt in letzter Minute

Wenige Minuten zuvor hatte Israel trotz zwischenzeitlicher Führung nach einem Gegentor in der 90. Minute in Slowenien verloren, statt auf Platz 2 liegen die Israelis nun auf Platz 5 der Gruppe G.

Seit 1970 wartet das Land bereits auf eine Teilnahme an einem großen Turnier.

Auch im Interview mit dem israelischen TV war Herzog noch außer sich und schimpfte: "Nach unserem zweiten Tor sah es gut aus, Slowenien hatte ein schweres Spiel gegen Polen und war müde. Anstatt dass wir das ausnutzen, verteilen wir zwei schöne Geschenke und schenken ihnen zwei Tore." (SERVICE: Spielplan der EM-Qualifikation)

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Herzog: "Das ist nicht mehr lustig"

Außerdem mahnte er die mangelnde Professionalität des Teams an. "Wir kriegen immer drei Tore, das dritte Gegentor war schrecklich. Wir sprechen immer über die Qualifikation und dann machen wir solche Fehler. Das ist unmöglich."

Er lobte zwar das Team für die Leistung und die Qualität, war von der Naivität einiger Spieler aber erschüttert: "Wir machen dumme Fehler und verlieren jedes Spiel. Das ist nicht mehr lustig."

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Der 51-Jährige ist seit einem Jahr Nationaltrainer in Israel, der Verband will trotz des drohenden Scheiterns in der EM-Qualifikation mit ihm weitermachen.

Israel startete mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen stark in die EM-Qualifikation, unter anderem gelang ein 4:2 im Hinspiel gegen Österreich. In den letzten drei Spielen errang Israel aber nur einen Punkt und liegt mit acht Zählern hinter Polen (13), Slowenien (11) und Österreich (10).

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