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Dortmund - Der BVB löst vorzeitig das Ticket für die K.o.-Runde der Europa League. Der souveräne Sieg über Qäbälä rückt allerdings schnell in den Hintergrund - wegen Marco Reus.

Mit einem schmerzverzerrten Gesicht fasste er sich immer wieder an seinen Oberschenkel. Bis zur Halbzeit biss er seine Zähne zusammen, doch dann war Schluss für Marco Reus, der Nationalspieler blieb in der Kabine.

"Ich haben ein leichtes Ziehen im Oberschenkel gespürt", sagte Reus anschließend bei SPORT1.

Ausgerechnet vor dem Revierderby am Sonntag gegen Schalke 04 muss sich Borussia Dortmund um die Gesundheit seines Mittelfeld-Stars sorgen. Und das zum wiederholten Male.

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Tuchel sorgt sich

"Ich hoffe, dass er rechtzeitig rausgegangen ist und er Sonntag spielen kann", sagte Sportdirektor Michael Zorc bei Sky. Wie schwer es den Mittelfeldmann erwischt hat, ist noch nicht bekannt, allerdings "besteht Anlass zur Sorge. Es ist nicht selbstverständlich, dass es bis Sonntag klappt", sagte Trainer Thomas Tuchel.

Die Sorge um den 26-Jährigen ließ den mühelosen 4:0-Erfolg gegen FK Qäbälä aus Aserbaidschan und den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde schnell in den Hintergrund rücken.

Dabei war es ausgerechnet Reus (28.), der die Westfalen in Führung schoss, bevor Pierre-Emerick Aubameyang (45.) traf und das Ende des Europacup-Abenteuers von Qäbälä aus dem 3500 Kilometer entfernten Kaukasusstaat eingeleitet haben dürfte.

Sergej Senjow (67.) per Eigentor und Henrikh Mkhitaryan (70.) sorgten schließlich vor 57.000 Zuschauern für ein standesgemäßes Ergebnis (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen).

BVB beweist Geduld

"Anfangs hatten wir ein paar Schwierigkeiten. Aber wir sind zufrieden. Wir haben das Zwischenziel erreicht, jetzt wollen wir auch den Gruppensieg holen. Die letzten 20 Minuten haben wir es mit Blick auf Sonntag etwas auslaufen lassen", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

Die erwartete Rotation von Trainer Thomas Tuchel hielt sich mit Blick auf das 147. Derby gegen Königsblau am Sonntag in Grenzen. Fünf Veränderungen hatte der BVB-Coach im Vergleich zum Auftritt am vergangenen Samstag in Bremen vorgenommen, mit Reus, Mkhitaryan und Aubameyang jedoch geballte Offensiv-Power aufs Feld geschickt (Die Tabelle der Gruppe C).

Doch die gewohnten Angriffslawinen kamen zunächst nur schwer ins Rollen, denn die Gäste hatten ein recht massives Abwehrbollwerk errichtet. Bis auf eine große Chance von Aubameyang (17.), der freistehend an Torhüter David Pietrzkiewicz scheiterte, fanden die Borussen zunächst kaum Lücken, bewiesen jedoch Geduld (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel).

Erst nach 25 Minuten wurden die Aktionen druckvoller - und die Chancen häuften sich. Schließlich unterstrich Reus seinen Formanstieg der vergangenen Wochen mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze zum 1:0.

Nicht im Schongang, aber überwiegend mit spielerischen Mitteln erfüllten die Borussen die Erwartungen, zumal Aubameyang noch vor der Pause traf.

Mkhitaryan krönt seine Vorstellung

Gäste-Torhüter Pietrzkiewicz stand auch nach dem Wechsel im Blickpunkt, weil der BVB wesentlich energischer agierte. Pech hatte Mkhitaryan mit einem Pfostenschuss. Qäbälä hatte dem wenig entgegenzusetzen.

Die wenigen Offensiv-Aktionen endeten spätestens beim überragenden Sven Bender (Ergebnisse und Spielplan).

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Auf der Gegenseite verhinderte Keeper Pietrzkiewicz in Serie ein Torfestival der Borussen, gegen das Eigentor von Senjow nach einem Eckball des für Reus eingewechselten Adnan Januzaj war er jedoch machtlos.

Damit war das Eis endgültig gebrochen, Mkhitaryan krönte seine starke Vorstellung mit dem vierten Treffer und komplettierte die Lehrstunde für die Gäste, die nach dem Schlusspiff allerdings kaum jemanden mehr interessierte. Viel wichtiger war mit Blick auf das wichtige Derby gegen Schalke der Gesundheitszustand von Marco Reus.

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