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RB Leipzig: Ralf Rangnick will wegen Doppelbelastung Kader aufteilen
Ralf Rangnick erreicht mit RB Leipzig die Playoffs um den Einzug in die EL-Gruppenphase © Getty Images
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RB Leipzig hat die Gruppenphase der Europa League vor Augen. Doch das Rückspiel gegen Craiova zeigt auch: In den Playoffs muss eine Steigerung her.

Torhüter Yvon Mvogo wollte schnellstmöglich einen Haken hinter das Rückspiel von RB Leipzig in der dritten Qualifikationsrunde auf dem Weg in die Europa League machen.

"Hauptsache, wir sind qualifiziert", sagte Mvogo nach dem 1:1 (1:0) beim rumänischen Pokalsieger Universitatea Craiova. Nach dem insgesamt mäßigen Auftritt der Sachsen schob der Vertreter von Peter Gulacsi hinterher: "Aber es gibt Kleinigkeiten, die wir verbessern müssen."

Ansonsten platzt in den Playoffs am 23. und 30. August gegen Sorja Luhansk/Ukraine, letztjähriger Gruppengegner von Hertha BSC (2:1, 0:2), der Traum von der Gruppenphase.

"Wir haben in der zweiten Halbzeit zu wenig nach vorne gemacht. Wir haben nicht so gut verteidigt", sprach Mvogo die Schwachstellen an. Dank seiner Paraden und dem 3:1-Polster aus dem Hinspiel geht die Europa-Reise von RB aber vorerst weiter. (Spielplan und Ergebnisse)

"Halb so wild": Rangnick zufrieden

Marcel Sabitzer (39.) erzielte bei seinem Startelfcomeback nach einer Schulter-OP die Führung für die Leipziger, in der Schlussphase glich Raoul Petre Baicu (85.) aus.

"Es ist wichtig, dass wir weitergekommen sind und es keine Verletzten gab", sagte Trainer und Sportdirektor Ralf Rangick. "Das Gegentor ist nicht sonderlich tragisch. Es war ja auch ein kurioser Treffer: Wenn Ibrahima Konate den Ball nicht abgefälscht hätte, wäre er niemals ins Tor gegangen. Von daher ist das heute halb so wild."

Unter anderem nicht mit von der Partie war Nationalstürmer Timo Werner. Der 22-Jährige leidet an einer Rückenblockade und soll erst am Sonntag (15.30 Uhr im LIVETICKER) in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten Viktoria Köln zum Einsatz kommen. 

Leipzig tat sich von Beginn an schwer. Dass mit den WM-Fahrern Emil Forsberg und Yussuf Poulsen sowie Sabitzer gleich drei Stammspieler anders als noch im Hinspiel in der Anfangsformation standen, machte sich erst einmal nicht groß bemerkbar. Die Fehler der Rumänen im Spielaufbau ließ RB zunächst unbestraft und offenbarte in der Abwehr einige Lücken. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Craiova verpasst Blitzstart

Dass Baicu (9.) nach einem Stellungsfehler von RB-Kapitän Willi Orban nicht den Führungstreffer schoss, war nur der starken Parade von Torhüter Yvon Mvongo zu verdanken. Die Nummer drei der Schweizer Nationalmannschaft soll in dieser Saison mehr zum Einsatz kommen und Stammtorwart Peter Gulacsi, der am Donnerstag geschont in Leipzig verweilte, vor allem international entlasten.

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Erst nach Baicus Warnschuss kam RB besser vor das gegnerische Tor, die bis dato beste Chance vergab Sabitzer (16.) jedoch. Auch Sturm-Neuzugang Matheus Cunha (22.) konnte einen von Craiovas Torwart Mirko Pigliacelli nach vorne abgewehrten Schuss von Forsberg nicht über die Linie befördern. Dies gelang erst Sabitzer, der aus nächster Nähe und nach artistischer Seitfallzieher-Vorlage von Orban eiskalt vollstreckte.

Leipzig agiert zu fehlerhaft

Im zweiten Durchgang war den Gastgebern anzumerken, dass nur ein kleines Fußball-Wunder sie in die nächste Runde bringen konnte. Dementsprechend zurückhaltend traten sie auf und überließen RB das Feld. Auch wenn vereinzelt gute Aktionen wie die Direktabnahme des eingewechselten Jean-Kevin Augustin (55.) aufblitzten, sorgte Leipzigs Leistung insgesamt dennoch einen faden Beigeschmack. Zumal Craiova durch Nicusor Bancu (77.) und Marius Briceag (78.) mit besten Gelegenheiten zunächst an Mvongo scheiterte. Der Ausgleich durch Baicu kam letztlich zu spät (85.).

War es im Hinspiel gegen Craiova noch die Chancenverwertung, die Trainer Ralf Rangnick zu schaffen machte, leistete sich Leipzig diesmal zu viele Unsicherheiten im Offensivspiel. Letzte Pässe kamen zu selten an, ansehnliche und erfolgreich abgeschlossene Kombinationen waren Mangelware. Der zum FC Liverpool abgewanderte Naby Keita fehlt als Taktgeber enorm. Es war deutlich zu erkennen, weshalb RB seine zuletzt viel zitierten Bemühungen um Bayern Münchens Sebastian Rudy intensivieren sollte.

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