75 Minuten RB-Überzahl - aber Werner wird zum Chancentod
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Die Spieler von RB Leipzig müssen nach dem Playoff-Hinspiel in der Ukraine zu nächtlicher Stunde zur Doping-Kontrolle - sehr zum Verdruss von Trainer Ralf Rangnick.

Kein Treffer trotz 73 Minuten Überzahl und eine verspätete Rückreise: Trainer Ralf Rangnick war auch einen Tag nach dem 0:0 von RB Leipzig im Play-off-Hinspiel bei Sorja Lugansk (0:0) in der Ukraine noch angefressen und sorgte sich um die Form seiner Spieler vor dem Bundesliga-Auftakt am Sonntag (ab 18 Uhr im LIVETICKER) bei Borussia Dortmund.

"Ich selber war um fünf Uhr im Bett. Ich hoffe, der ein oder andere Spieler schon um halb fünf", meinte Rangnick am Freitag nach der späten Rückreise und ärgerte sich über die Europäische Fußball-Union (UEFA). Dass man nach einem solchen Spiel Doping-Kontrollen ansetzte, wenn man zuvor in allen vier Qualifikationsspielen darauf verzichtet hatte, grenze an "Schikane", meinte Rangnick.

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"Ich habe gestern noch um zwölf Uhr vor der Tür der Dopingkontrolle gestanden und gefragt, ob es in der Murmel gehagelt hat", berichtete der Coach. Es habe sich offenbar niemand Gedanken darüber gemacht, "wann wir wieder spielen und was das für unsere Rückreise logistisch bedeutet", sagte sich der 60-Jährige.

Rangnick hadert mit Chancenauswertung

Mit einer gezielten Regeneration will der Coach seine Spieler auf die schwierige Aufgabe im Ruhrgebiet vorbereiten und dort das Optimale herausholen. "Wir wollen in Dortmund gewinnen, deshalb fahren wir dahin", so Rangnick.

Nach der Nullnummer von Lugansk haderte Rangnick aber auch mit der Chancenauswertung seines Teams. "Normalerweise reicht die Anzahl von Chancen, die wir hatten, für zwei oder drei Spiele. Aber es war immer noch ein Fuß oder eine Hand dazwischen", sagte der Trainer. Dennoch glaubt der RB-Macher im Rückspiel am kommenden Donnerstag in Leipzig (18.30 Uhr) ans Weiterkommen.

Forsberg warnt vor Rückspiel

Dann hätte Leipzig nach sechs kräftezehrenden Partien die Ochsentour gegen Teams aus der europäischen Fußball-Provinz erfolgreich abgeschlossen. In der Gruppenphase der Europa League warten andere Kaliber wie zum Beispiel der AC Mailand, der FC Arsenal oder der FC Chelsea.

Noch keineswegs gelaufen ist das Rückspiel für Spielmacher Emil Forsberg. "Wir müssen es vorne cleverer ausspielen", forderte der Schwede. Der 26-Jährige saß in der Ost-Ukraine überraschend bis zur 62. Minute nur auf der Bank, vergab in der Schlussphase noch zwei große Chancen.

Werner wieder voll belastbar

Erleichtert war man bei RB über das Pflichtspieldebüt von Timo Werner nach Magen-Darm-Problemen. "Dafür, dass es sein erstes Pflichtspiel war, hat er es gut gemacht. Er war an vielen gefährlichen Situationen in der Box beteiligt", urteilte Rangnick.

Ob der 22-Jährige allerdings am Sonntag in Dortmund wieder zur Startelf gehört, ließ der Trainer offen. Fraglich bleibe auch, ob die Stammkräfte Jean-Kevin Augustin (Magen-Darm), Kevin Kampl (Muskelprobleme) und Marcel Sabitzer (Adduktoren) am Sonntag dabei sind, wie Rangnick am Freitag erklärte.

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