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Peter Stöger möchte den kleinen Aufschwung des 1. FC Köln in der Europa League gegen Roter Stern Belgrad nutzen
Peter Stöger möchte den kleinen Aufschwung des 1. FC Köln in der Europa League gegen Roter Stern Belgrad nutzen © Getty Images
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Köln - Der 1. FC Köln empfängt in der UEFA Europa League Roter Stern Belgrad. Die Polizei ist bereits in Alarmstimmung.

Nach dem Ende seiner Pleitenserie freut sich der 1. FC Köln auf das richtungweisende Heimspiel in der UEFA Europa League gegen Roter Stern Belgrad am Donnerstag (ab 19 Uhr im LIVETICKER). Die Krise am Rhein ist durch das torlose Remis bei Hannover 96 aber längst nicht ausgestanden. 

Freude? Begeisterung? Euphorie? Nach dem ersten Punkt der Saison war Peter Stöger einfach nur erleichtert. "Wir sind froh, die Null gelöscht zu haben, das tut uns gut", sagte der Kölner Trainer betont unaufgeregt. Stöger weiß: Das torlose Remis bei Hannover 96 am Tag vor der Mitgliederversammlung des Klubs war ein erster Schritt zur Bewältigung der schweren sportlichen Krise. Mehr nicht.

Nur ein Punkt in der Bundesliga

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Tatsächlich dürfte der erste Punkt nach zuvor fünf Niederlagen vor allem für die Psyche wohltuend sein. Befreit von der Null-Punkte-Last wollen die Kölner nun auch in der Europa League auf Betriebstemperatur kommen.

"Vielleicht erinnern sich die Jungs wieder, dass sie vorheriges Jahr richtig gut gespielt haben", sagte Stöger mit Blick auf das erste Europacup-Heimspiel seit 25 Jahren am Donnerstag.

UEFA Europa League am Donnerstag ab 19 Uhr im TV auf SPORT1

Polizei bereitet sich auf Großeinsatz vor

Die Polizei bereitet sich intensiv auf das Spiel gegen Belgrad vor. Zu Ausschreitungen ist es bislang noch nicht gekommen. Insgesamt sind 2300 Polizisten rund um das Spiel im Einsatz. Auf der Zülpicher Straße blieb es am Mittwochabend beim Aufeinandertreffen von Teilen beider Fangruppen bei Provokationen.

Zu einem möglichen Fanmarsch Belgrader Fans durch die Kölner Innenstadt hat die Polizei noch keine näheren Informationen: "Das ist leider nicht wie bei einer Demonstration, so ein Marsch wird nicht angemeldet. Sollte er stattfinden, müsste er aber aufgrund der Wegstrecke bis 15 Uhr irgendwo im Zentrum rund um den Hauptbahnhof beginnen", sagte ein Polizeisprecher: "Unsere Maßnahmen werden sich stark nach dem Verhalten der serbischen Fans richten."

 "Ivan, der Schreckliche" wieder auf freiem Fuß

Am Mittwochabend hatte die Kölner Polizei den berüchtigten Hooligan Ivan Bogdanov mit sieben weiteren Personen in Gewahrsam genommen, setzte jedoch alle Personen nach der Vorführung beim Haftrichter am Donnerstagvormittag wieder auf freien Fuß. Das bestätigte ein Polizeisprecher, der jedoch keine Gründe dafür nennen konnte. Die acht Personen stehen jedoch weiter unter Beobachtung.

Bogdanov, bekannt als "Ivan, der Schreckliche", gilt als äußerst gewaltbereiter Rädelsführer der Belgrader Hooligans und fiel in den vergangenen Jahren mehrfach durch seine Beteiligung an schweren Ausschreitungen rund um Länderspiele Serbiens auf.

Die Polizei erwartet 5000 Anhänger von Roter Stern in der Stadt, wobei nur 2300 eine Karte für das RheinEnergie-Stadion haben. Die Sicherheitskräfte des FC werden deshalb Vorkontrollen in Stadionnähe vornehmen. Am Dienstag hatte die Polizei die Begegnung zu einem Hochsicherheitsspiel erklärt. Alkohol wird rund um die Partie folglich nicht ausgeschenkt.

Der 1. FC Köln empfängt in der UEFA Europa League Roter Stern Belgrad. Die Polizei ist bereits in Alarmstimmung.Die ausführlichen Highlights und Stimmen zum Spiel gibt es im Anschluss an das Livespiel ab 23 Uhr auf SPORT1 zu sehen. Darüber hinaus überträgt das digitale Sportradio SPORT1.fm LIVE und in voller Länge ab 19 Uhr.

So können Sie Köln gegen Belgrad LIVE verfolgen:

TV: Sky
Stream: Skygo.de
Ticker: SPORT1.de

Radio: SPORT1.fm

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