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WM in Katar: Khalifa-Stadion in Doha
WM in Katar: Khalifa-Stadion in Doha © Getty Images
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Der FIFA droht wegen ihrer WM-Vergabe nach Katar ein juristisch Nachspiel. Niederländische Gewerkschaften wollen gegen den Weltverband klagen.

Die Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 an Katar hat möglicherweise ein juristisches Nachspiel:

Nach Angaben des Zürcher Tagesanzeigers hat die niederländische Gewerkschaft Federatie Nederlandse Vakbeweging eine Klage gegen den Weltverband FIFA eingereicht. Mit involviert sind auch zwei Gewerkschaften aus Bangladesch.

Dies Klage soll in diesen Tagen beim Zürcher Handelsgericht eintreffen.

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Vorwurf gegen die FIFA

Der Vorwurf gegen die FIFA lautet: Der Weltverband tue zu wenig, um die Bedingungen der zahlreichen ausländischen Arbeitskräfte im Emirat am Persischen Golf zu verbessern.

Wiederholt hatten die Politik, aber auch Menschenrechtsorganisationen auf Missstände hingewiesen. Es bestehe der Verdacht auf Zwangsarbeit.

Die WM-Endrunde war im Jahr 2010 in Zürich völlig überraschend an Katar vergeben worden, gleichzeitig wurde Russland als WM-Gastgeber 2018 auserkoren.

Im Zusammenhang mit den WM-Vergaben wurden immer wieder Korruptionsvorwürfe laut. Viele Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees, das 2010 die Entscheidung pro Russland und Katar traf, sind mittlerweile von der Ethikkommission der FIFA gesperrt worden.

Nach Angaben des Tagesanzeigers weist die FIFA die Vorwürfe in einem Brief an die Gewerkschaften zurück. Katar hatte zuletzt Reformen verabschiedet, die die Arbeitsbedingungen der zahlreichen ausländischen Kräfte nachhaltig verbessern sollen.

Allerdings sind Menschenrechts-Organisationen nach wie vor skeptisch.

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