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FBL-FIFA-BLATTER
Sepp Blatter trat 2016 als FIFA-Präsident zurück © Getty Images
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Der frühere FIFA-Präsident Sepp Blatter spricht sich gegen den Einsatz des Videobeweises bei der WM in Russland aus und stellt sich damit gegen seinen Nachfolger.

Der gesperrte frühere FIFA-Präsident Sepp Blatter kritisiert das Vorhaben seines Nachfolgers Gianni Infantino, den Videobeweis bei der Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) anzuwenden.

"Man kann die WM doch nicht als Versuchskaninchen für einen solch schwerwiegenden Eingriff ins Spielgeschehen benutzen. Es wäre falsch, den Videobeweis in Russland einzusetzen, dafür ist er zu unausgereift, viele Länder legen ihn noch unterschiedlich aus", sagte Blatter im Sport-Bild-Interview.

Grindel setzt sich für Videobeweis ein

Im März wird entschieden, ob der Videobeweis, der seit dieser Saison auch in der Bundesliga erprobt wird, auch bei der WM angewendet wird.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass er sich bei der Council-Sitzung des Weltverbandes FIFA für den Einsatz des Videobeweises beim Weltturnier einsetzen wird.

Blatter geht darüber hinaus davon aus, dass Deutschland sich bei der Bewerbung um die Austragung des EM 2024 klar gegen gegen die Türkei durchsetzten wird.

Deutschland Blatters Favorit für EM 2024

"Eine EM mit 24 Mannschaften können nur die Deutschen oder die Engländer organisieren, und England will lieber die WM. Und ich weiß: Wie bei der FIFA spielt auch bei der UEFA bei einer solchen Entscheidung die politische Situation in den Bewerberländern eine ganz wichtige Rolle. Wer soll denn für die Türkei stimmen?", sagte der 81-Jährige.

Der Europa-Verband UEFA vergibt die EURO 2024 im September.

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