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Carlos Sanchez (r.) wurde nach einem Platzverweis gegen Japan angefeindet
Carlos Sanchez (r.) wurde nach einem Platzverweis gegen Japan angefeindet © Getty Images
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Der Kolumbianer Carlos Sanchez spricht erstmals öffentlich nach seinem Platzverweis gegen Japan und bestätigt die Drohungen. Diese wecken böse Erinnerungen an 1994.

Der Kolumbianer Carlos Sanchez hat sich nach den Morddrohungen wegen seines Platzverweises bei der WM in Russland erstmals zu Wort gemeldet.

"Es gab die Drohungen wirklich, aber ich habe ihnen nicht viel Beachtung geschenkt", sagte 32-Jährige der heimischen Tageszeitung El Tiempo und hoffte, dass "die Leute, die mich bedroht haben", nach dem Einzug der Cafeteros ins Achtelfinale "jetzt feiern".

Der defensive Mittelfeldspieler von Espanyol Barcelona zeigte gar Verständnis für die "Unvernünftigen". "Das war schon aggressiv, was in den sozialen Netzwerken verbreitet wurde, aber es ist der Gefühlsausdruck vieler, die vielleicht gerade keinen guten Moment durchmachen", fügte Sanchez an, der im Auftaktspiel der Kolumbianer die 1:2-Niederlage gegen Japan mit einem verschuldeten Handelfmeter und dem daraus resultierenden Platzverweis eingeleitet hatte.

Botschaft von Carlos Sanchez

Nach der Rückkehr ins Team beim 1:0 im Vorrundenfinale gegen Senegal gab der 82-malige Nationalspieler zu verstehen: "Die einzige Botschaft, die ich habe, ist, dass jeder aus dem Team immer das Beste geben will." 

Der Vorfall hatte böse Erinnerungen an den 1994 ermordeten Nationalspieler Andres Escobar wachgerufen, der zehn Tage nach seinem Eigentor, das zum Vorrunden-Aus bei der WM in den USA führte, in Medellin erschossen worden war.

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