Schweiz trotz Videobeweis-Chaos weiter
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Die WM in Russland steht schon jetzt im Zeichen der Pechvögel. Der Mexikaner Edson Alvarez sorgt mit seinem Eigentor gegen Schweden für einen Rekord.

Die WM bleibt auch weiterhin das Turnier der Pechvögel: Die Spieler der 32 Mannschaften haben bei der Endrunde in Russland schon nach 44 von 64 Spielen achtmal ins eigene Tor getroffen. Sie übertrafen damit den bisherigen Rekord von sechs Eigentoren bei der WM 1998 in Frankreich.

Der Schweizer Torhüter Yann Sommer sorgte mit einem besonders kuriosen Missgeschick beim 2:2 gegen Costa Rica für Eigentor Nummer acht.

In der Nachspielzeit donnerte Costa Ricas Kapitän Bryan Ruiz den Ball zunächst an die Unterkante der Latte - zu seinem Pech ahnte Sommer allerdings die Ecke und sprang nach links. Denn der Abpraller spang vom Querbalken zurück ins Feld, direkt auf den Hinterkopf des Gladbacher Schlussmanns und von dort ins Netz.

Sommer ärgert sich über sein "erstes WM-Tor"

"Ich hatte beim Elfmeter die Ecke geahnt. Natürlich nervt es, dass ich so quasi mein erstes WM-Tor gemacht habe", sagte Sommer im SRF. "Über allem steht aber, dass wir im Achtelfinale stehen. Das ist nicht selbstverständlich."

Zuvor unterlief dem Mexikaner Edson Alvarez bei der 0:3-Niederlage gegen Schweden als siebtem Spieler bei dieser WM ein Eigentor. Aziz Bouhaddouz, St. Paulis Zweitligastürmer in Diensten Marokkos, eröffnete mit seinem Fauxpas gegen den Iran die WM der Pechvögel.

Fünf Missgeschicke wurden 2014 in Brasilien registriert - der bis dahin zweithöchste Wert in der Historie. Vier Eigentore wurden zuvor nur 1954 und 2006 erzielt. Das einzige Eigentor in der WM-Geschichte des DFB erzielte Berti Vogts beim 2:3 gegen Österreich 1978 in Argentinien.

Das erste Eigentor der WM-Historie unterlief dem Mexikaner Manuel Rosas bei der WM 1930 in Uruguay gegen Chile.

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