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Mladen Petric, Ex-Stürmer des Hamburger SV, zweifelt am Teamgeist der kroatischen Nationalmannschaft
Mladen Petric, Ex-Stürmer des Hamburger SV, zweifelt am Teamgeist der kroatischen Nationalmannschaft © Getty Images
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Rakitic, Modric, Mandzukic... Der kroatische Kader verspricht hochklassigen Offensiv-Fußball. Ex-Nationalstürmer Mladen Petric äußert aber große Zweifel.

Kroatiens früherer Bundesliga-Star Mladen Petric blickt dem Auftritt seiner Ex-Kollegen bei der Fußball-WM in Russland mit Skepsis entgegen.

Der ehemalige HSV-Torjäger sieht Probleme im Zusammenhalt innerhalb des Kaders: "Das Teamgefüge ist meine größte Sorge", sagte der 37-Jährige im Interview mit Amazon Music.

Petric: Kroatien in der Quali keine Mannschaft

Diese Schwierigkeiten seien bereits in der Vergangenheit aufgetreten: "In der Qualifikation standen die Spieler nicht als Einheit auf dem Platz. Ich habe Angst, dass die Mannschaft wieder auseinander fällt."

Aus diesem Grund glaubt Petric nicht an eine erfolgreiche Teamleistung beim Turnier in Russland. Kroatien muss in der Gruppe D gegen Argentinien, Island und Nigeria ran. Mit Blick auf die Gruppenphase bezweifle er, "dass die Mannschaft bei der WM geschlossen auftritt".

Mittelfeld um Rakitic, Modric weltklasse

Auf dem Weg zur WM-Endrunde seien beim früheren WM-Dritten "einige Probleme" aufgetreten. Diese hätten dazu geführt, "dass die Stimmung gekippt ist", meinte der ehemalige Torjäger von Borussia Dortmund und dem Hamburger SV. 

Dabei schätzt er den Kader rein sportlich sehr hoch ein und rechnet den Kroaten gute Chancen zu, solange sie als Einheit auftreten.

Besonders im Mittelfeld habe die Mannschaft "mit das beste überhaupt auf dieser Welt". Hier ruhen die Hoffnungen der kroatischen Fans auf den Superstars aus der spanischen Liga: Ivan Rakitic vom FC Barcelona sowie Luka Modric und Matteo Kovacic von Real Madrid.

Auch den Angriff ("ein super Sturm") um Juventus-Stürmer Mario Mandzukic und den Ex-Wolfsburger Ivan Perisic (jetzt Inter Mailand) findet Petric stark.

"Es hat sich eine negative Stimmung entwickelt"

Entscheidend für den Erfolg ist für Petric der Zusammenhalt: "Die Spieler müssen verstehen, dass die WM eine riesige Möglichkeit ist. Alles andere muss beiseite geschoben werden."

Auch für den Fußball in seinem Heimatland insgesamt hält Petric die WM für eine gute Gelegenheit zur Imageverbesserung. In der Bevölkerung habe sich Unzufriedenheit mit dem Verband breit gemacht.

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"Da hat sich eine negative Stimmung entwickelt, denn viele Leute glauben, dass im Verband nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht."

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