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Melanie Leupolz mit den Frauen des FC Bayern ins Champions-League-Finale
Melanie Leupolz mit den Frauen des FC Bayern ins Champions-League-Finale © Getty Images
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München - Bayern gegen Barcelona - in der Champions League der Frauen kommt es im Halbfinale zu einem namhaften Duell. Das Traumziel der Münchnerinnen heißt Budapest.

Der Zug zur Meisterschaft ist wohl abgefahren, der volle Fokus der Fußballerinnen des FC Bayern München gilt jetzt dem großen Duell mit dem FC Barcelona. 

Und die Halbfinal-Premiere soll noch nicht die Endstation in der Champions League sein. (Champions League der Frauen: Halbfinale So., ab 17.30 Uhr LIVE im TV und im LIVESTREAM).

"Das ist unser absolutes Highlight-Spiel, die größte Chance, die wir diese Saison noch haben", sagte Managerin Karin Danner vor dem Heim-Hinspiel am Sonntag: "Dass unsere Arbeit der letzten Jahre belohnt wird und wir einen so namhaften Gegner haben, ist einfach nur ein Traum."

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Heißer Tanz gegen Barca

Es winkt der Einzug ins Endspiel am 18. Mai in Budapest gegen Seriensieger Olympique Lyon oder den FC Chelsea - doch dafür muss der Vizemeister sportlich wieder zulegen.

In der Bundesliga setzte es jüngst Rückschläge gegen die SGS Essen (2:2) und beim SC Sand (1:1), sodass der im Viertelfinale der Königsklasse an Lyon gescheiterte Spitzenreiter VfL Wolfsburg so langsam die dritte Meisterparty in Folge planen kann.

Gegen Spaniens Tabellenführer um Ex-Weltfußballerin Lieke Martens (Niederlande) erwartet Danner nun einen "heißen Tanz" und setzt auf eine "volle Hütte" mit 2500 Zuschauern im heimischen FC Bayern Campus.

Dass die attraktive Begegnung am Ostersonntag nicht ins größere Grünwalder Stadion verlegt wurde, sei eine "bewusst sportliche Entscheidung" gewesen. (SERVICE: Frauen Champions League im SPORT1-Datencenter)

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Dabei ist das Thema Vermarktung im WM-Jahr hochinteressant. Während in Spanien, Italien und Frankreich beinahe wöchentlich Zuschauerrekorde im Frauenfußball fallen, befindet sich der einstige Vorreiter Deutschland in einer Art "Dornröschenschlaf", wie Danner sagt. 

Danners Anspruch sind die Top vier Europas

Auch der FC Bayern könne noch viel mehr. "Wir haben dieses Potenzial bei uns vielleicht noch gar nicht richtig erkannt", sagte die 60-Jährige: "Da werden wir uns in den nächsten Jahren mit Unterstützung des Vereins besser aufstellen."

Denkbar seien Topspiele mit Eventcharakter auf großer Bühne im kommenden Jahr zum 50-Jahre-Jubiläum der Frauenfußball-Abteilung: "Wenn andere Lizenzvereine das schaffen, können wir das als FC Bayern auch."

Ehrgeizige Ziele will der Verein aber vor allem auch sportlich verfolgen. "Um zukünftig weiter in den Top 4 Europas dabei zu sein, müssen wir uns weiter strecken. Das sollte unser Anspruch sein", betonte Danner, erst lange als Spielerin und seit 1995 als Managerin beim Verein: "Es ist noch viel Arbeit, am Ziel sind wir noch nicht angekommen."

Bayern holt Dallmann und Gwinn

Für den Angriff auf den Henkelpott wird auch personell aufgerüstet. Zur kommenden Saison angelte sich der FC Bayern in Linda Dallmann (SGS Essen) und Giulia Gwinn (SC Freiburg) gleich zwei heiß begehrte Nationalspielerinnen.

Ebenfalls aus Freiburg kommt der neue Trainer Jens Scheuer, der nach neun Jahren mit Meister-Coach Thomas Wörle für frischen Wind sorgen soll.

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