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Seit sieben Jahren kämpft der VfL Wolfsburg um einen neuerlichen Triumph in der Champions League. Immer wieder scheitert er an Lyon - jetzt kommt es zum Finalduell.

Für die Erfüllung der Triple-Mission muss der VfL Wolfsburg das scheinbar Unmögliche möglich machen.

Im Traumfinale der Champions League bittet wieder einmal Olympique Lyon zum Rendezvous - der dominanteste Verein der Frauenfußball-Welt, der Europas Krone seit vier Jahren nicht mehr hergegeben hat.

Der Deutsche Meister tritt im Finale wie schon beim 1:0-Halbfinalsieg gegen den FC Barcelona im Sturm mit Permille Harder an, die für den VfL ihr letztes Spiel bestreiten wird. Harder wird nach SPORT1-Informationen in der kommenden Saison für den FC Chelsea spielen.

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Neben Harder vertraut Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch im Angriff auf Ewa Pajor. In der Abwehr rückt Lena Goeßling in die Startelf, die gegen Barca auf noch der Bank saß.

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Bei Olympique wird Dzsenifer Marozsán im Mittelfeld die Fäden ziehen.

Mit der schwarzen Serie gegen Lyon soll am Sonntag (ab 19 Uhr LIVE im TV und im STREAM bei SPORT1) in San Sebastian Schluss sein. "Wir glauben daran", sagt VfL-Trainer Stephan Lerch, "dass Lyon schlagbar ist".

Eine Woche nach dem Triumph der Bayern im Männerfinale in Lissabon können die Wolfsburgerinnen das deutsche "Triple-Double" perfekt machen.

Wieder zwei deutsche Triple in einem Jahr?

Vor sieben Jahren, beim ersten und bislang einzigen Titel-Dreierpack des VfL, räumten diese beiden Klubs nacheinander alle Trophäen ab.

Damals, im Frauenfinale an der Londoner Stamford Bridge gegen Lyon (1:0), gelang Wolfsburg als Newcomer in der Königsklasse sensationell der Favoritensturz.

Alexandra Popp war seinerzeit schon dabei, die Kapitänin wittert nun beim Schlussakt des K.o.-Turniers im Baskenland eine große Chance: "Es wirkt, als seien sie nicht mehr so dominant wie in den vergangenen Jahren."

Triple-Jagd! Das Champions-League-Finale der Frauen mit dem VfL Wolfsburg - Sonntag ab 19 Uhr LIVE im Free-TV auf SPORT1 und im Stream! 

Im Viertelfinale gegen den FC Bayern (2:1) wie im Halbfinale gegen den Ligarivalen Paris St. Germain (1:0) tat sich das internationale Starensemble um Regisseurin Dzsenifer Marozsan schwer.

Aber auch der VfL hatte nach dem Aufgalopp gegen Außenseiter Glasgow City (9:1) gegen den Vorjahresfinalisten FC Barcelona (1:0) unübersehbare Schwierigkeiten.

Seit der erfolgreichen Titelverteidigung 2014 (4:3 gegen Tyresö FF/Schweden) jagen die Wölfinnen vergeblich dem begehrten Henkelpokal hinterher.

Bitteres Wiedersehen mit Gunnarsdottir 

Der im nächsten Sommer scheidende VfL-Trainer Lerch forderte umso eindringlicher, dass sein Team beim Geisterfinale im Estadio Anoeta wieder sein "wahres Gesicht" zeigen muss.

Schließlich habe der Rekordchampion Lyon (sechs Titel) einen "unfassbar starken Kader", in dem jede Position mindestens doppelt gleichwertig besetzt sei. Auch wenn Superstar Ada Hegerberg (Kreuzbandriss) in der Offensive spürbar vermisst wurde.

Seit Jahren lockt der französische Serienmeister (14 Titel in Folge!) mit seinem spendablen Klub-Präsidenten Jean-Michel Aulas die Creme de la Creme des Frauenfußballs an.

Gerade erst wechselte Sara Björk Gunnarsdottir vom VfL zu den unersättlichen "Fenottes", was beim Finale zu einem Wiedersehen mit bitterem Beigeschmack führt.

Schließlich gehörte die isländische Mittelfeldspielerin nicht nur in dieser seltsamen Corona-Saison zu den Leistungsträgerinnen des deutschen Serienmeisters und -pokalsiegers. Nun trägt sie im Endspiel das gegnerische Trikot.

Harder verlässt den VfL wohl

Und nach dem Finale müssen die Wolfsburgerinnen gleich einen weiteren schmerzlichen Verlust verkraften: Star-Stürmerin Pernille Harder (27) wird nach SPORT1-Informationen zum englischen Meister FC Chelsea wechseln.

Anders als beim Männerturnier durften die Viertelfinalisten der Frauen aufgrund der Auswirkungen der Pandemie bis zu sechs Neuzugänge für die Endrunde melden.

"Das ist schon sehr komisch und schade", sagte Lerch zu dieser kuriosen Konstellation, "aber während der 90 oder 120 Minuten spielt das keine Rolle mehr."

Die Aufstellungen:

Wolfsburg: Abt - Doorsoun, Goeßling, Hendrich, Janssen, - Engen, Popp - Huth, Harder, Rolfö - Pajor. - Trainer: Lerch

Lyon: Bouhaddi - Bronze, Buchanan, Renard, Karchaoui - (Gunnarsdottir, Kumagai - Cascarino, Marozsan, Majri - Le Sommer. - Trainer: Vasseur

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