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Mit dem Champions-League-Finaleinzug wurde der Traum von Melanie Leupolz zur Realität. Doch das Spiel gegen Barcelona entwickelte sich für die Allgäuerin schnell zum Horror-Trip.

Es war ihr großer Traum, der zur Realität wurde. "Irgendwann mal im Champions-League-Endspiel zu stehen", hatte Melanie Leupolz, Spielerin vom FC Chelsea, erklärt.

Doch der Traum der Allgäuerin entwickelte sich am Sonntagabend im Finale gegen den FC Barcelona ganz schnell zum "Horror-Trip", wie der kicker schrieb. (Ergebnisse und Spielplan der Women's Champions League).

Es waren gerade einmal 33 Sekunden absolviert und der Ball erstmals im Tor der Engländerinnen. Die tragische Hauptfigur bei dem Gegentreffer: ausgerechnet die deutsche Nationalspielerin Leupolz. (Das SPORT1-Interview mit Melanie Leupolz)

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Schnellstes Tor der CL-Saison

Die 27-Jährige wurde von Teamkollegin Francesca Kirby im Strafraum angeschossen, von dort aus flog der Ball im hohen Bogen ins Netz. Keine Chance für die deutsche Keeperin Ann-Katrin Berger.

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"Der traumatische Start ins Spiel für Leupolz" (Guardian) war zugleich der schnellste Treffer in dieser Champions-League-Saison überhaupt.

Doch das Drama nahm vorerst kein Ende. In der zwölften Minute erwischte Leupolz Barca-Stürmerin Jenni einen Schritt zu spät und brachte die Spanierin mit einer Grätsche zu Fall. Die deutsche Schiedsrichterin Riem Hussein entschied auf Elfmeter, bei dieser Entscheidung blieb es auch nach der Überprüfung durch die Videoassistenten.

Ein "rabenschwarzer Finalabend für Leupolz" fasste die Allgäuer Zeitung die bitteren Geschehnisse treffend zusammen. Die Allgäuerin hatte "gegen Barcelona alles Pech auf ihrer Seite".

Leupolz wird zur Halbzeit erlöst

Erlösung war für Leupolz schließlich in Sicht, als Chelsea-Trainerin Emma Hayes die Mittelfeldspielerin bereits in der Pause auswechselte. Bis dahin hatten die Blues noch zwei weitere Gegentreffer zum 0:4-Endstand kassiert – allerdings ohne ein weiteres Verschulden von Leupolz.

Am Ende blieb der Ex-Bayern-Spielerin nicht anderes übrig, als niedergeschlagen die Silbermedaille bei der Siegerehrung entgegenzunehmen.

"Wir sind die zweitbeste Mannschaft in Europa", versuchte Trainerin Hayes dem Abend etwas Positives abzugewinnen. "Die meisten dieser Spielerinnen haben noch nie auf dieser Bühne gespielt, und diese jungen Spielerinnen werden nur noch besser." 

Auch für Leupolz war es trotz ihrer 27 Jahre die erste Finalteilnahme. Die Deutsche wird im nächsten Jahr mit dem FC Chelsea wieder von vorne angreifen.

Die Aussichten, auch weiterhin um die europäische Krone zu kämpfen, sind bei den Londonerinnen als englischer Meister in der Tat sehr gut.

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