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Chelsea Women v Arsenal - FA WSL
In Englands Fußball werden Frauen schlechter als Männer behandelt © Getty Images
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Die Enthüllungsplattform Football Leaks prangert Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern in Englands Fußball an. Fußballerinnen würden systematisch benachteiligt.

Fußballerinnen in England werden offenbar im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen systematisch benachteiligt. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel unter Berufung auf die Enthüllungsplattform Football Leaks berichtet, könne den Spielerinnen in Englands höchster Spielklasse gekündigt werden, wenn sie länger als drei Monate verletzt und krank seien. Bei Spielern sei dies erst nach 18 Monaten möglich.

Auch bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall seien Frauen deutlich schlechter gestellt. Demnach erhielten die Spielerinnen laut Standardvertrag ihr Grundgehalt "maximal sechs Monate ab dem Moment der Verletzung oder Krankheit". Danach falle das gesetzliche Krankengeld an. Bei den Männern werde das Grundgehalt 18 Monate gezahlt, bis zur Genesung dann die Hälfte.

Der englische Verband FA begründete die Klausel für Langzeitverletzungen mit den "einzigartigen Anforderungen" in England. Die WSL sei "Europas einzige vollprofessionelle Liga", daher seien "maßgeschneiderte Maßnahmen" für die "Nachhaltigkeit des Frauenfußballs der Spitzenklasse in England" notwendig.

Der Profifußball der Männer sei länger etabliert und daher besser in der Lage, die finanzielle Haftung bei Langzeitverletzten auszugleichen. 2019 sollen die Standardverträge dennoch überprüft und aktualisiert werden.

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