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PLATZ 1 - ADA HEGERBERG (Olympique Lyon, 400.000)
PLATZ 1 - ADA HEGERBERG (Olympique Lyon, 400.000) © Getty Images
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Beim Ballon d'Or sorgt Martin Solveig für einen Skandal. Ada Hegerberg erklärt nun, sich den Moment nicht vom Spruch des Moderators ruinieren zu lassen.

Mit dem Gewinn des Ballon d'Or schrieb Ada Hegerberg Anfang Dezember Geschichte und sorgte zugleich für weltweite Schlagzeilen. 

Doch weniger die Tatsache, dass die Norwegerin die erste Titelträgerin des Preises wurde sorgte für Aufsehen, sondern vielmehr das Verhalten von Moderator Martin Solveig, der die 23-Jährige zum "twerken" aufforderte. In einem Eintrag bei The Players Tribune beschrieb die Stürmerin von Olympique Lyon nun ausführlich, wie sie diesen Moment erlebte.

"Als ich auf die Bühne ging, um meinen Preis entgegen zu nehmen, war alles ruhig. Alles war warm. Alles war ruhig. Was für ein unglaublich schöner Moment. Ich werde ihn nicht durch einen dummen Witz des Moderators ruinieren lassen. Er hat diesen Moment nicht ruiniert. Er ruiniert ihn nicht in meinen Erinnerungen", machte Hegerberg deutlich. 

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Nachricht von Balotelli eine "coole Überraschung"

Während sie den Vorfall bereits unmittelbar danach abgehakt hatte, erreichten sie im Anschluss unzählige Nachrichten aus aller Welt. "Mein Telefon wurde gesprengt von Nachrichten über den Kommentar des Moderators. Ich hatte keine Ahnung, dass das Ganze viral gegangen war", beschrieb sie die Situation, während sie gemeinsam mit ihrer Familie durch das nächtliche Paris lief.

Auch wenn sie gestand, nicht alle Nachrichten noch in derselben Nacht gelesen zu haben, brannte sich eine ganz besonders in ihr Gedächtnis ein - die von Mario Balotelli! "Sogar Mario Balotelli hat mir eine Nachricht geschickt, was so eine coole Überraschung war", geriet Hegerberg ins Schwärmen.

Hegerberg hebt Bedeutung von Respekt hervor

Unmittelbar nach dem Spruch von Solveig war im Internet eine heftige Sexismus-Debatte ausgebrochen. Einer der prominentesten Kritiker war der britische Tennis-Star Andy Murray. "Ein weiteres Beispiel für den lächerlichen Sexismus, den es noch immer im Sport gibt", schrieb der zweimalige Wimbledonsieger: "Warum müssen sich Frauen immer noch mit solchem Scheiß abgeben?"

Daraufhin entschuldigte sich der französische DJ wenig später via Twitter bei der Preisträgerin und wies darauf hin, die komplette Szene - und nicht nur die herausgelöste Frage - zu beachten.

Auch wenn Hegerberg selbst erklärt hatte, das Ganze nicht als sexuelle Belästigung empfunden zu haben, verdeutlichte sie noch einmal eingehend die Bedeutung von Respekt im Umgang aller Menschen miteinander. "Ich könnte stundenlang über Gleichberechtigung sprechen und was sich im Fußball und in der Gesellschaft insgesamt ändern muss. Aber am Ende kommt alles wieder zurück auf Respekt."

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