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Nach Badeunfall: Tod von Florijana Ismaili erschüttert Schweizer Fußball, Die Schweizerin Florijana Ismaili (rechts) starb nach einem Badeunfall im Comer See
Nach Badeunfall: Tod von Florijana Ismaili erschüttert Schweizer Fußball, Die Schweizerin Florijana Ismaili (rechts) starb nach einem Badeunfall im Comer See © Getty Images
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Schock und Trauer beherrschen derzeit den Schweizer Fußball, nachdem Nationalspielerin Florijana Ismaili nach einem Badeunfall tot aufgefunden wurde.

Die Kamerabilder eines Roboters machten in 204 Metern Tiefe die Vermutung zu einer traurigen Gewissheit. Die seit Samstag nach einem Badeunfall im Comer See vermisste Schweizer Fußball-Nationalspielerin Florijana Ismaili ist tot.

Ihre Leiche wurde am Dienstagnachmittag auf dem Grund des Sees entdeckt und anschließend mit Hilfe eines Tauchroboters an die Wasseroberfläche gezogen. Ismaili wurde nur 24 Jahre alt.

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Der gesamte Schweizer Fußball trägt Trauer. Die Männer-Mannschaft des Berner Klubs Young Boys, für den Ismaili seit 2011 aufgelaufen war, formte im Trainingslager aus den Spielern ein Herz und gedachte so der Verstorbenen. "Wir sind sehr bestürzt und tief betroffen. Wir werden Florijana in dankbarer Erinnerung behalten", schrieb der Verein in einer Stellungnahme.

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FIFA-Präsident Gianni Infantino sprach von einem "extrem traurigen Moment für die Fußball-Gemeinschaft, ganz besonders zu einer Zeit, wenn wir bei der Frauen-WM versammelt sind".

Shaqiri und Fernandes geschockt

Viele Schweizer Fußballgrößen rangen nach dem Schock um die passenden Worte. "Am Himmel ist ein Stern erloschen. Wir sind sehr, sehr traurig", sagte zum Beispiel Männer-Nationaltrainer Vladimir Petkovic: "Wir waren in den letzten Tagen alle in Gedanken bei ihnen, und wir werden es jetzt und in den kommenden Tagen noch stärker sein."

Der frühere Bayern-Profi Xherdan Shaqiri zeigte sich "tief geschockt" und sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus. Gelson Fernandes, der ehemalige Schweizer Nationalspieler in Diensten des Bundesligisten Eintracht Frankfurt, twitterte: "Manchmal ist es einfach nicht fair."

Frauen-Trainer Niels Nielsen erklärte, warum Ismaili so beliebt gewesen war. "Sie hatte immer ein Lachen im Gesicht und hat uns mit ihrer frohen Art begeistert", sagte Nielsen.

Todesursache noch unbekannt  

Die genauen Umstände ihres Todes sind noch unklar. Laut italienischen Medienberichten hatte sich Ismaili mit einer Freundin ein Boot gemietet. Nach einem Sprung in den See war Ismaili nicht mehr aufgetaucht, woraufhin ihre Freundin die Polizei alarmiert hatte.

"Auch wenn wir Profis sind und schon viele Tote geborgen haben, so war dieser Augenblick schon erschütternd", sagte Gianfranco Montini, Chef der Küstenwache des Comer Sees, der Zeitung Blick.

Schon unter der heutigen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gehörte Ismaili zum Stamm der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft. Die Spielführerin des Frauenteams der Young Boys Bern bestritt 33 Länderspiele.

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