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Almuth Schult war beim Remis im WM-Test gegen Japan an beiden Gegentoren beteiligt
Almuth Schult war beim Remis im WM-Test gegen Japan an beiden Gegentoren beteiligt © Getty Images
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Bundestrainer Martina Voss-Tecklenburg kassiert in der WM-Vorbereitung mit ihrem Team einen Dämpfer. Torhüterin Almuth Schult patzt folgenschwer.

Zwei dicke Patzer von Almuth Schult haben der neuen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg die Heimpremiere verdorben.

Beim Härtetest zwei Monate vor WM-Start gegen Japan verschuldete die Nationaltorhüterin beim 2:2 (0:1) mit haarsträubenden Fehlpässen beide Gegentore.

Yui Hasegawa (35.) und Kumi Yokoyama (69.) nahmen die Geschenke dankend an. Kapitänin Alexandra Popp (53.) und Svenja Huth (72.) glichen im letzten Casting vor der Kader-Nominierung (14. Mai) jeweils aus.

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Schult hadert: "Zwei richtige Scheiß-Pässe"

"Es ist blöd, das waren zwei richtige Scheiß-Pässe. Es ist gut, dass es jetzt passiert und nicht bei einem Turnier", sagte Schult. Für Torschützin Huth war es "wichtig, dass wir zweimal einen Rückstand aufgeholt haben - egal, wie die Gegentore zustande gekommen sind." 

4804 Zuschauer in Paderborn, darunter Voss-Tecklenburgs Vorgänger-Trainer Horst Hrubesch und Oliver Bierhoff, sahen einen durchwachsenen Auftritt der Gastgeberinnen. Der DFB-Direktor Nationalmannschaften plädierte nach den vorherigen Erfolgen beim WM-Gastgeber Frankreich (1:0) sowie in Schweden (2:1) im ZDF mit Blick auf die WM für "hohe Ziele, aber niedrige Erwartungen", denn: "Wir haben eine sehr junge Mannschaft."

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Die begann drei Tage nach dem Schweden-Spiel mit Dreierkette wieder in der vertrauteren 4-2-3-1-Formation mit Popp in der Spitze. Nach überstandenem grippalen Infekt konnte Huth wieder auf dem rechten Flügel beginnen.

Das deutsche Team startete zunächst ordentlich und kam durch Lina Magull (7./8.) nach Eckstößen zu ersten Chancen. Doch weil es im Spielaufbau anschließend hakte, mussten Standards für Torgefahr sorgen. Einen direkten Freistoß von Dzsenifer Marozsan (25.) entschärfte die Torhüterin der "Nadeshiko", Chika Hirao.

Schult verschätzt sich

Ihr Pendant auf der Gegenseite präsentierte sich da weit weniger auf der Höhe. Ohne Bedrängnis unterlief Schult am Strafraumeck ein folgenschwerer Fehler, die lauernde Hasegawa schoss den Ball über die Wolfsburgerin hinweg ins Tor. Die 28-Jährige ist nach einer Maserninfektion zu Jahresbeginn bei weitem noch nicht wieder in Topform.

Die mit ihren Schützlingen sichtlich unzufriedene Bundestrainerin reagierte und wechselte nach der Pause gleich drei frische Kräfte ein. Die Impulse wirkten, das DFB-Team begann zielstrebiger und belohnte sich. Nach einer Marozsan-Flanke stellte Popp bei ihrem 45. Tor im 95. Länderspiel wieder einmal ihre berüchtigte Kopfballstärke unter Beweis.

Huth rettet DFB-Frauen Remis

Weil Schult erneut ein "Unforced Error" unterlief, wurde es wieder hektisch. Da aber auch Japans Keeperin patzte und eine Hereingabe von Turid Knaak fallen ließ, konnte Huth abstauben.

Ihre Generalprobe bestreiten die Olympiasiegerinnen am 30. Mai in Regensburg gegen den WM-Neuling Chile. Am 3. Juni fliegt das DFB-Team nach Rennes, wo fünf Tage später der Auftakt gegen China stattfindet. Die weiteren Gegner in Gruppe B sind Mitfavorit Spanien (12. Juni/Valenciennes) und Debütant Südafrika (17. Juni).

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