vergrößernverkleinern
Germany Women v Chile Women - International Friendly
Germany Women v Chile Women - International Friendly © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Nach der erfolgreichen Generalprobe gegen Chile fahren die deutschen Fußballerinnen mit der Aussicht auf eine Rekordprämie zur WM. Und mit Almuth Schult.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg freut sich auf ein Gartenfest mit der Familie, die Spielerinnen nutzen das freie Wochenende zur Verschnaufpause: Mit einer WM-Rekordprämie vor Augen ist für das Nationalteam vor der ersten Etappe der "Tour de France" Regeneration angesagt.

Denn schon am Montagnachmittag bricht der zweimalige Titelträger auf zur Endrunde in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli). Nach dem 2:0 (2:0) in der Generalprobe gegen Chile mit viel Selbstvertrauen und zusätzlicher Motivation.

Am Freitag ließ der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nämlich verlauten, dass jeder Spielerin im Falle des Titelgewinns 75.000 Euro winken - 10.000 Euro mehr als bei der vergangenen Endrunde in Kanada ausgelobt waren. Zum Vergleich: Das Männer-Team hätte für eine erfolgreiche Titelverteidigung in Russland 350.000 Euro pro Kopf erhalten.

Anzeige

Schult wieder einsatzbereit

Nach der einwöchigen Vorbereitung in Bayern kann es also losgehen. "Es wird jetzt auch wirklich Zeit", sagte Voss-Tecklenburg, die aller Voraussicht nach auf ihre Nummer eins bauen kann. Denn Almuth Schults lädierte Schulter hielt der Belastungsprobe im Duell mit dem WM-Neuling stand - wenngleich sie von den defensiven Südamerikanerinnen herzlich wenig geprüft wurde.

"Ich denke, ich kann meinen WM-Koffer packen", sagte die Wolfsburgerin, deren rechte Schulter ein neonpinkes Tape schmückte. "Ich habe keine Angst, ziehe nicht zurück, ich fühle mich gut." Die Chefin gab entsprechend grünes Licht. "Stand jetzt fährt Almuth mit zur WM", so Voss-Tecklenburg.

Jetzt das aktuelle Trikot des DFB-Teams bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Nach der Ankunft in Rennes geht es dann an den Feinschliff. Denn nicht nur die Bundestrainerin vermisste neun Tage vor dem Auftaktspiel gegen China (8. Juni, ab 15.00 Uhr im LIVETICKER) noch "die letzte Konsequenz und Präzision". Während defensiv gut gearbeitet wurde, ließ das nominell offensivste Team Chance um Chance liegen.

"Man hat gesehen, dass noch Luft nach oben ist", sagte Alexandra Popp. Die Kapitänin brachte die DFB-Auswahl nach einem Eckball von Carolin Simon in Führung (29.), das 2:0 erzielte die Vorbereiterin per Sonntagsschuss aus rund 30 Metern an den Innenpfosten (45.+2.) selbst.

Meistgelesene Artikel

"Der war natürlich genau so gewollt", scherzte die Linksverteidigerin von Champions-League-Sieger Olympique Lyon. Ähnlich gut gelaunt strahlte nach der Partie Innenverteidigerin Marina Hegering (29), die sich nach jahrelangen Problemen mit einer Fersenverletzung nach nur drei Länderspielen in die Startelf gespielt hat.

WM-Fieber steigt bei der DFB-Truppe

Für glänzende Augen sorgten auch die 10.135 Zuschauer bei Kaiserwetter am Feiertag in Regensburg. "Die wunderbare Stimmung lässt das WM-Fieber steigen", befand "MVT". Beflügelt vom Rückenwind will der Olympiasieger nach dem dritten Stern greifen.

"Klar haben wir den ganz großen Traum, wissen aber, wie schwierig es wird", sagte Simon. Schult pflichtete bei: "Wir können jeden schlagen. Uns ist aber klar, dass vielleicht schon im Achtelfinale ein dicker Brocken wartet, wenn wir nicht Gruppensieger werden."

Als größter Rivale im Kampf um Platz eins in Gruppe B gilt der zweite Gegner Spanien (12. Juni, ab 18.00 Uhr im LIVETICKER). Im dritten Vorrundenspiel ist Deutschland gegen den WM-Debütanten Südafrika (17. Juni, ab 18.00 Uhr im LIVETICKER) klarer Favorit.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image