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Der Chemnitzer FC kehrt nach einem Jahr in der Regionalliga zurück in den Profifußball
Der Chemnitzer FC kehrt nach einem Jahr in der Regionalliga zurück in den Profifußball © Getty Images
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Nach einer Saison in der Regionalliga Nordost kehrt der Chemnitzer FC zurück in den Profifußball. Hinter dem Klub liegt ein turbulentes Jahr.

Die Party im Stammrestaurant Henrics in der Chemnitzer City dauerte bis in die frühen Morgenstunden.

Nach dem vorzeitigen Aufstieg in die 3. Liga ließen es die Kicker des Chemnitzer FC ordentlich krachen. "Alles scheint gut gegangen zu sein, ich habe keine Katastrophenmeldung erhalten", sagte Geschäftsführer Thomas Sobotzik am Sonntag dem SID mit einem Schmunzeln.

Spieler und Trainerstab der Himmelblauen gaben schon direkt nach dem entscheidenden Punktgewinn beim 1:1 am Samstag gegen den ZFC Meuselwitz den Startschuss für die Party im Stadion an der Gellertstraße. Die Spieler streiften sich Shirts mit der Aufschrift "Meister" über, es folgte eine Bierdusche nach der anderen. "Wir sind endlich dort, wo wir sein wollten", sagte Aufstiegstrainer David Bergner.

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Neonazi-Skandal überschattet Jahr des CFC

Drei Spieltage vor Saisonschluss liegt der CFC in der Regionalliga Nordost mit 74 Punkten uneinholbar vor dem Berliner AK (64) auf Rang eins und schaffte die Rückkehr in die 3. Liga nach einem turbulenten Jahr. Das anhaltende Insolvenzverfahren sowie die Vorwürfe rund um die Trauerbekundungen für einen rechtsradikalen Chemnitz-Fan am 9. März im Stadion haben Klub und Spieler schwer belastet.

"Wir haben die Strafe akzeptiert, müssen aber weiter schauen, dass sich so etwas nicht wiederholt", sagte Sobotzik zu den Vorfällen im Neonazi-Skandal, der bundesweit hohe Wellen schlug.

Für das Spiel gegen Meuselwitz wurde die Südtribüne gesperrt, zwei weitere Schließungen der Tribüne der Ultras wurden auf Bewährung ausgesetzt. Zudem verhängte der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) eine Geldstrafe von 12.000 Euro.

"Wir sind total erleichtert, dass es die Mannschaft trotz dieser schwierigen Begleitumstände am Ende geschafft hat", sagte Ex-Profi Sobotzik, der in der Bundesliga für Eintracht Frankfurt und den 1. FC Kaiserslautern gespielt hat und seit einem Jahr die sportlichen Geschicke in Chemnitz leitet. Die größten Probleme der Insolvenz, die derzeit vor allem den eingetragenen Verein und nicht die ausgegliederte Profiabteilung betreffen, konnten ebenfalls zunächst abgewehrt werden.

Geschäftsführer Sobotzik kündigt Transfers an

Die sportliche Leitung musste in der zurückliegenden Saison eine Mammutaufgabe verrichten. Etliche Neuzugänge wurden ins Mannschaftsgefüge integriert. "Wir hatten bei der Verpflichtung der Leistungsträger wie Daniel Frahn ein glückliches Händchen", sagte Sobotzik. Der Ex-Leipziger Frahn war es auch, der Samstag beim 1:1 gegen Meuselwitz den Treffer für Chemnitz erzielte.

Die Highlights der 3. Liga am Montag ab 23.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Für die Rückkehr in den Profifußball kündigte der Geschäftsführer Sport weitere Anstrengungen auf dem Transfermarkt an. "Wir müssen uns verstärken", stellte Sobotzik mit Blick auf die Qualität der 3. Liga klar und präsentierte in dem defensiven Mittelfeldspieler Georgi Sarmow bereits den ersten Neuzugang.

"Wir wollen die Mannschaft gut entwickeln", sagte Sobotzik zu den Zielen in der 3. Liga, ohne sich dabei auf eine Tabellenregion festlegen zu wollen.

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