Girondins Bordeaux

Girondins Bordeaux – das Auf und Ab eines französischen Vereins

Der Football Club des Girondins de Bordeaux, oft kurz als Girondins Bordeaux bezeichnet, wurde am 1. Oktober 1881 gegründet. Der Vereinsname leitet sich von der Gironde ab, der Bezeichnung für das Mündungsgebiet des ...

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Girondins Bordeaux – das Auf und Ab eines französischen Vereins

Der Football Club des Girondins de Bordeaux, oft kurz als Girondins Bordeaux bezeichnet, wurde am 1. Oktober 1881 gegründet. Der Vereinsname leitet sich von der Gironde ab, der Bezeichnung für das Mündungsgebiet des Flusses Garonne, an dem Bordeaux liegt. Die Fußballabteilung gehörte allerdings erst ab 1919 dauerhaft zum Club, dessen Vereinsfarben Dunkelblau und Weiß sind. Erst nach der Fusion mit einem anderen ortsansässigen Verein konnte Girondins Bordeaux in den 30er-Jahren den Status eines Profifußballclubs erlangen und spielte in der Folgezeit zunächst in der zweiten Liga. Der Verein profitierte 1938 von der Weltmeisterschaft in Frankreich, weil die Stadt Bordeaux aus diesem Anlass ein neues Stadion baute. Im Folgejahr wurde das Stadion Chaban-Delmas zur Heimspielstätte des Clubs.

Ein Baske war der große Star

Mit dem neuen Stadion ging es für Girondins Bordeaux steil bergauf – die Mannschaft erreichte als Zweitligist 1941 das Pokalfinale und holte mit dem 2:0-Sieg gegen den SC Fives die Trophäe des Coupe de France. Einer der gefeierten Stars dieser Zeit war der aus dem Baskenland stammende Stürmer Santiago Urtizberea. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Bordeaux Erstligist und errang 1950 gar den Titel des Landesmeisters . Doch dieser Höhenflug blieb lediglich eine Episode der Vereinsgeschichte, denn der Club verlor mehrere Pokalfinalspiele und stieg in der Spielzeit 1955/56 wieder in die zweite Liga ab.

Hilfe für Girondins Bordeaux

Die folgenden Jahrzehnte waren von unstetem Auf und Ab geprägt: Der Verein erlebte viele Niederlagen in Pokalspielen. In den 70er-Jahren stand der Club schließlich fast vor dem völligen Niedergang. Das Ende dieser Phase wurde 1979 eingeleitet, als Claude Bez, eine Größe im Immobiliengeschäft, den Club kaufte und große Summen in eine Verbesserung der Vereinsstrukturen investierte. In der Folge kämpfte sich Bordeaux an die Spitze des französischen Fußballs zurück und errang, angeführt von Trainer Aimé Jacquet, in den Jahren 1984, 1985 und 1987 den Meistertitel. Dank der Sponsorengelder von Bez erlebte Bordeaux eine Glanzzeit und brachte einige erfolgreiche Nationalspieler hervor: Jean Tigana, René Girard, Jean-Christophe Thouvenel, Bernard Lacombe und Thierry Tusseau trugen das Trikot von Girondins. In den Jahren 1999 und 2009 folgten weitere Meisterschaften und in der Spielzeit 2012/13 holte Girondins den französischen Pokal.