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Emre Can (l.) unterliefen bei allem vorbildlichen Einsatz einige gravierende Abspielfehler
Emre Can (l.) unterliefen bei allem vorbildlichen Einsatz einige gravierende Abspielfehler © Imago
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Stuttgart - Die deutsche Nationalmannschaft verspielt ohne einige Stammspieler spät den Sieg im Prestigeduell. Einige Lichtblicke gibt es dennoch. Die SPORT1-Einzelkritik.

Zum Re-Start zeigt die deutsche Nationalmannschaft eine über weite Strecken gute Leistung. In der Schlussphase bringt sie sich allerdings um den Sieg im Prestigeduell mit Spanien. 

Nach dem Führungstreffer von Timo Werner fällt das Tor zum 1:1-Endstand mit der letzten Aktion. 

Trotz des späten Schocks wussten einige ambitionierten Spieler - in Abwesenheit vieler Stützen des DFB-Teams - zu überzeugen. Debütant Robin Gosens zeigte eine gute Leistung. 

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Die Einzelkritik von SPORT1

KEVIN TRAPP: Mit solchen Auftritten festigt er seinen Status als Nummer drei. Patzte zunächst, verhinderte dann aber mit einer Super-Grätsche gegen Rodrigo das 0:1 (14.). Bei guten Tormöglichkeiten von Busquets und (23.) und Rodrigo (45.) war er da. Musste immer hellwach sein, weil hinten viel kleinklein gespielt wurde. Hielt auch stark im Eins gegen Eins gegen Ruiz (64.). Machtlos beim späten 1:1. SPORT1-Note: 1,5

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ROBIN GOSENS: Startete bei seinem DFB-Debüt mit einem guten Ballgewinn und ordentlicher Flanke in die Partie. Auf engem Raum unter Bedrängnis hatte er anfangs Probleme, war aber immer anspielbereit. Bereitete mit tollem Pass auf Werner das 1:0 vor (51.). Verhinderte eine Spanien-Chance mit tollem Block (56.). Hob vor dem 1:1 in der Nachspielzeit allerdings das Abseits auf. SPORT1-Note: 2,5

ANTONIO RÜDIGER: Auf der halblinken Seite in der Dreierkette hatte der Chelsea-Star in Halbzeit eins allerhand zu tun. Traf per Kopf nach Kroos-Ecke fast zum 2:0 (87.). In den Zweikämpfen war er fast immer da. Sein gutes Stellungsspiel war enorm wichtig für die DFB-Defensive. Konnte das 1:1 im Strafraumgewühl aber auch nicht verhindern. SPORT1-Note: 2,5

NIKLAS SÜLE: Im Zentrum der Dreierkette gewann er viele Kopfballduelle. Spielte immer wieder kurze Pässe auf Trapp, statt den langen, manchmal sichereren Ball nach vorne. Ließ in Hälfte zwei kaum was anbrennen. Prüfte de Gea mit einem Kopfball (78.). Beim späten Gegentreffer schaltete er zu spät. SPORT1-Note: 3

EMRE CAN: Startete in der Dreierkette sehr präsent ins Spiel, entschied viele Zweikämpfe für sich. Er fiel allerdings mit vielen ungenauen Zuspielen auf. Ein halbhoher Fehlpass in die Füße von Rodrigo führte dank Trapps Parade nicht zu einem Gegentor. Machte sich das Leben oft selbst schwer, weil er den Ball zu lange hielt. SPORT1-Note: 4

THILO KEHRER: Der Paris-Stammspieler zeigte eine ordentliche Partie auf der rechten Seite. Prüfte de Gea mit einem Kopfball (11.), gewann auch viele Kopfballduelle. Eines davon führte zur Schuss-Chance von Sané (18.). SPORT1-Note: 3

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TONI KROOS: Der Madrilene war auf deutscher Seite der Chef im Mittelfeld. Vor allem im ersten Drittel der Partie spielte er einige gute Bälle in die offensiven Schnittstellen. Leistete sich defensiv kaum einen Fehler. SPORT1-Note: 2,5

ILKAY GÜNDOGAN (bis 74.): Spielte an der Seite von Kroos ohne großes Spektakel, aber nahezu fehlerfrei. Zusammen waren sie im Zentrum enorm wichtig, weil das Spiel der DFB-Elf mangels Abstimmung oft hektisch wurde. Er leitete den Führungstreffer durch einen schönen Pass ein. SPORT1-Note: 3

TIMO WERNER (bis 90.): Auf der linken Seite wirkte er lange unauffällig. Holte sich dann immer mehr Bälle im Mittelfeld ab. Nach Gosens-Pass und mit viel Übersicht traf er wie aus dem Nichts zum 1:0 (51.). Ein Tor, das ihm guttun dürfte. Traf kurze Zeit später nach Querpass von Sané nur das Außennetz. SPORT1-Note: 2

JULIAN DRAXLER: Bei Paris nur Reservist, bei Löw bekam er wieder sein Chance. Startete auf ungewohnter Position im Sturmzentrum und brillierte oft mit feiner Technik auf engstem Raum. Hatte eine Schusschance (14.) und einen guten Ballgewinn, weil er reaktionsschnell presste (29.). Spielte einen tollen Pass auf Sané (62.). Zeigte eine gute Leistung. SPORT1-Note: 2,5

LEROY SANÉ (bis 62.).: Der Bayern-Neuzugang kam auf der rechten Seite schwer in die Partie. Prüfte de Gea dann aber mit einem tollen Schuss, den er gerade noch so entschärfen konnte (18.). Spielte einen tollen Pass auf Werner (36.). In der 62. Minute lief er alleine auf de Gea zu und legte auf Werner quer. Leider ohne Erfolg (62.). Ging anschließend raus. Kam nur auf 26 Ballkontakte und gewann nur 33 Prozent seiner Zweikämpfe. SPORT1-Note: 3

MATTHIAS GINTER (62.): Kam für Sané und spielte solide in der Innenverteidigung. Löw stellt fortan auf Viererkette um. Beim Gegentreffer guckte er nur hinterher. SPORT1-Note: 3

SUAT SERDAR (ab 74.): Der Schalke wurde für Gündogan eingewechselt und ging auf dessen Position. SPORT1-Note: 3

ROBIN KOCH (ab 90.): Der Neuzugang von Leeds United kam in den Schlussminuten für Torschütze Werner. Er verlor das entscheidende Kopfballduell gegen den Torschützen José Gayá. Für eine Bewertung kam er allerdings zu spät. 

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