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Die Färöer Inseln sind in der Nations League ungeschlagen
Die Färöer Inseln sind in der Nations League ungeschlagen © Imago
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München - Während für viele Topnationen die Nations League eher eine lästige neue Pflichtaufgabe darstellt, erleben kleinere Nationen bislang unbekannte Höhenflüge.

Als Steve Borg in der siebten Minute der Nachspielzeit mit einem wuchtigen Kopfball den sensationellen Sieg sicherte, gab es auf Maltas Trainerbank kein Halten mehr.

Trainer Devis Mangia stürmte mit seinem Betreuerstab und den Ersatzspielern den Rasen des Daugava-Stadions in der lettischen Hauptstadt Riga, während Torschütze Borg unter einem Berg jubelnder Menschen verschwand.

Corona-Gebote wie Abstandsregeln und die Vermeidung von Körperkontakt waren in diesem historischen Moment für einen kurzen Augenblick vergessen. (Ergebnisse und Spielplan der Nations League)

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Malta feiert historischen Sieg in Lettland

Mit einem 1:0 feierte das kleine Malta seinen ersten Sieg in der Nations League gegen das - im Maßstab der Fußballzwerge - "große" Lettland, das 2004 bei der bislang einzigen EM-Teilnahme der deutschen Mannschaft immerhin ein 0:0 abgetrotzt hatte.

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Nach dem ersten Auswärtssieg seit Juni 2013 gratulierte sogar Maltas Premierminister Robert Abela. "Gut gemacht", schrieb er in Richtung des Nationalteams, er sei "stolz, ein Malteser zu sein".

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Das Team des Italieners Mangia, der 2012 mal für ein Jahr Trainer der italienischen U21 war und bis 2019 Rumäniens Erstligisten CSU Craiova coachte, hat dank des Dreiers und mit nun fünf Punkten als Tabellenzweiter in der Gruppe 1 der viertklassigen League D sogar noch Chancen auf den Aufstieg. (Die Tabellen der Nations League)

Färöer-Stümer stellt Lewandowski und Co. in den Schatten

Allerdings marschiert der Spitzenreiter bereits mit fünf Punkten Vorsprung vorneweg: Die Rede ist von den Färöer Inseln, die mit drei Siegen und einem Remis ungeschlagen das Tableau anführen und nur noch einen Schritt vom Aufstieg in die Drittklassigkeit entfernt sind.

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Das Färinger Fußballmärchen ist eng verknüpft dem Mann, der aktuell sogar namhafte Goalgetter wie Robert Lewandowski, Cristiano Ronaldo und Co. in den Schatten stellt: Klaemint Olsen. Mit vier Toren ist der 30 Jahre alte Kapitän aktuell der zweitbeste Torjäger der gesamten Nations League, nur BVB-Star Erling Haaland ist mit seinen sechs Toren für Norwegen derzeit noch besser.

Mit einem Doppelpack führte Olsen die Mannschaft um den Bielefelder Angreifer Jóan Símun Edmundsson am Dienstag zu einem ungefährdeten 2:0-Sieg über Andorra. In den beiden ausstehenden Auswärtsspielen in Lettland und bei Verfolger Malta können die Färinger im November den Aufstieg in League C perfekt machen.

Luxemburg arbeitet am Durchmarsch in die Zweitklassigkeit

Dort erlebt gerade ein weiterer Fußballzwerg seinen bislang größten Höhenflug: Luxemburg.

Als Aufsteiger aus der League D steht die Mannschaft von Coach Luc Holtz gar vor dem Durchmarsch in die zweitklassige League B. Für den 51-Jährigen, der seit 2010 im Amt ist und in der Liste der dienstältesten Nationaltrainer hinter Bundestrainer Joachim Löw und Andorras Koldo Alvárez auf Platz drei liegt, wäre es der größte Erfolg seiner Karriere.

"Jetzt müssen wir nicht mehr davon träumen. Jetzt sind wir Gruppenerster", sagte Holtz nach dem hitzigen 2:1-Erfolg mit drei Platzverweisen in der Nachspielzeit beim direkten Konkurrenten aus Montenegro.

Auf Zypern und gegen Aserbaidschan geht es für die Luxemburger dann im November um den Aufstieg. "Natürlich wollen wir jetzt beide Spiele gewinnen. Aber das wird schwierig", sagt Holtz.

Die Siege haben den Erfolgshunger der Fußball-Zwerge geweckt, nicht nur in Luxemburg.

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