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Xherdan Shaqiri hat bereits 82 Länderspiele für die Schweiz absolviert.
Xherdan Shaqiri hat bereits 82 Länderspiele für die Schweiz absolviert. © Getty Images
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München - Der Schweizer Star Xherdan Shaqiri zeigt sich vor dem Länderspiel gegen Deutschland in der Nations League angriffslustig - und kanzelt Journalisten ab.

Erstmals seit mehreren Monaten hat sich Xherdan Shaqiri vor dem Duell seiner Schweizer Nationalmannschaft in der Nations League gegen Deutschland (Nations League: Deutschland - Schweiz, Di. ab 20.45 im LIVETICKER) wieder den Medien gestellt - und gleich Klartext gesprochen.

Der ehemalige Star des FC Bayern, der von 2012 bis 2015 in der Bundesliga auflief, absolvierte in den vergangenen zwei Jahren lediglich drei Länderspiele und nannte dafür die Gründe, sprach über seinen Fitnesszustand und seine Corona-Infektion.

Shaqiri wies die Gerüchte, er habe mentale Probleme, scharf zurück. "Es wurde viel geschrieben. Das meiste war unnötig. Vieles wurde falsch interpretiert. Wer mich kennt, weiß, das ich mit Herzblut dabei bin und was ich für die Mannschaft alles geleistet habe. Mentale Probleme hatte ich nie im Leben. Ich bin im mentalen Bereich sehr stark und werde das auch in Zukunft sein. Die Hauptgründe für die Absagen waren Verletzungen", erklärte der Linksfuß vom FC Liverpool.

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Shaqiri kanzelt Journalisten ab

Zudem bezeichnete er die Frage eines Journalisten, ob der Flügelspieler sich fit genug fühle, als "unnötig und dumm". "Ich wäre nicht hier, wenn ich das Vertrauen nicht hätte. Wer nicht mehr an seinen Körper glaubt, der hört auf mit Fußballspielen...".

Es seien hauptsächlich Muskelverletzungen gewesen, die ihn zurückwarfen, "am Knie oder an den Hüften hatte ich noch nie Probleme".

Deutschlands Bundestrainer Joachim Löw hatte bei der Pressekonferenz am Montag noch über die Einsatzfähigkeit von Shaqiri gemutmaßt: "Ich weiß jetzt nicht, in welcher Verfassung er aktuell ist, zumal er auch vom Corona-Virus betroffen und in Quarantäne war, was ich gelesen habe." 

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Allerdings liegt die Corona-Infektion des Dauerreservisten von Liverpool bereits länger zurück - nun musste er nur aufgrund eines falschen Testergebnisses zwei Tage in Isolation. "Der Infekt war während des Lockdowns im Mai oder Juni in England. Ich und mein Körper haben das schon gespürt. Ich hatte die üblichen Symptome, aber nur leicht, und war damals vierzehn Tage in Isolation."

Schweiz-Star über Corona-Infektion

Er fügte über die Verwirrung in der vergangenen Woche über den vermeintlich positiven Test an: "Ich war schon ein wenig überrascht, dass ich positiv war, als ich in die Schweiz kam. Aber ich blieb cool, weil ich wusste, dass ich das Virus schon gehabt habe."

Nun will Shaqiri sowohl die schwere Phase bei Liverpool als auch die vielen verletzungsbedingten Rückschläge hinter sich lassen. Er will ein Leader sein und Verantwortung tragen bei der Schweiz. "Wenn man für sein Land spielt, muss man sein Land sozusagen in einem Spiel verteidigen", kündigte der Kraftwürfel vor dem Nachbarschaftsduell mit Deutschland an. 

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