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Stefan Kuntz will nach der Olympia-Qualifikation bei anderen Sportarten der Spiele vorbeischauen. Oliver Bierhoff lobt die Leistung und nimmt die Klubs in die Pflicht.

DFB-Trainer Stefan Kuntz freut sich schon jetzt auf die Olympia-Teilnahme 2020 in Japan. "Das ist etwas, was du als Fußballer normalerweise nicht erreichen kannst", sagte Kuntz nach dem Halbfinal-Einzug mit der deutschen U21 bei der UEFA U21 Europameisterschaft in Italien. In Tokio wolle er auch bei anderen Sportarten "auf der Tribüne sitzen und klatschen und jubeln. Da hätte ich Lust drauf", sagte Kuntz.

Die deutsche U21 hatte an Sonntag eines der vier europäischen Tickets für Olympia gelöst. "Das ist ein wichtiges Signal und Symbol für den deutschen Fußball", sagte auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff. 2016 in Brasilien war Deutschland nach 28 Jahren Abstinenz gleich bis ins olympische Finale vorgedrungen und hatte dort erst im Elfmeterschießen gegen Gastgeber Brasilien um Superstar Neymar verloren.

"Wir haben alle eine unwahrscheinlich hohe Wertschätzung gegenüber anderen Sportlern. Wenn ich bedenke, was Ringer oder Turner für einen Aufwand betreiben, damit die alle vier Jahre im Rampenlicht stehen. Und bei uns musst du nur dreimal schnäuzen, und dann ist eine Headline da. Diesen Respekt mal ausdrücken zu dürfen, da hätte ich Lust drauf", sagte Kuntz.

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Bierhoff betont Bedeutung von Olympia

Bierhoff betonte derweil die Bedeutung der Olympischen Spiele für die Entwicklung junger Spieler. "Bei solch einem Großereignis mitzumachen, Deutschland zu repräsentieren, kann für Spieler eine enorm wichtige Lebenserfahrung sein", sagte er. Nun hoffe er, dass "die Vereine auch mitziehen" werden. Das olympische Fußball-Turnier der Männer findet vom 22. Juli bis zum 8. August 2020 statt und wird somit auch die Vorbereitung der Bundesligaklubs beeinträchtigen.

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Auch die U21-Nationalspieler blickten bereits mit Vorfreude Richtung Olympia, auch wenn viele der aktuellen Akteure nicht spielberechtigt sein werden. Eingesetzt werden dürfen Spieler, die am oder nach dem 1. Januar 1997 geboren sind, zudem drei "Joker", die diese Grenze überschreiten.

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"Natürlich freuen wir uns", sagte Abwehrspieler Timo Baumgartl vom VfB Stuttgart, richtete seine Konzentration aber sogleich auf die Gegenwart. "Für mich zählt momentan die EM. Was in einem Jahr passiert, ist erst einmal egal", sagte Baumgartl mit Blick auf das EM-Halbfinale am Donnerstag.

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