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Udine - Spaniens U21-Kapitän Jesús Vallejo spricht nach dem EM-Titel über die gelungene Revanche für 2017 – und die Lehren seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt.

Champions-League-Sieger, Klub-Weltmeister, U19-Europameister – und seit Sonntagabend auch U21-Europameister.

Jesús Vallejo hat mit seinen gerade einmal 22 Jahren bereits eine beeindruckende Trophäensammlung vorzuweisen. Beinahe wäre in der Saison 2016/17 auch der DFB-Pokalsieg hinzugekommen, erst im Finale verlor der Innenverteidiger von Real Madrid damals als Leihspieler von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund.

Übrig geblieben aus seiner Bundesliga-Zeit sind erstaunlich gute Deutschkenntnisse. "Ich hatte nur ein Jahr, das war nicht viel Zeit zum Lernen", meinte Vallejo nach dem spanischen Erfolg im Finale der UEFA U21 EM 2019 zu SPORT1 – auf Deutsch wohlgemerkt.

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Vallejo spricht nach EM-Finale

Ausführlich über das Spiel spricht er dann aber doch lieber auf Spanisch. Im SPORT1-Interview gibt er Einblicke in seine Gefühlswelt nach Spaniens Triumph, bei dem er selbst noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen ist.

Vallejo erwischte den deutschen Stürmer Luca Waldschmidt in der 33. Minute mit angehobenen Bein und offener Sohle. Der Defensivspieler hatte Glück und sah für das harte Foul nur die Gelbe Karte "Wie durch ein Wunder führte Vallejos kriminelles Foul nicht dazu, in Unterzahl zu spielen", urteilte gar El Mundo Deportivo. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Außerdem spricht er über die gelungene Revanche für 2017 und darüber, was er aus seiner Zeit in Frankfurt mitgenommen hat.

SPORT1: Herr Vallejo, Sie sind ab sofort Europameister-Kapitän – wie fühlt sich das an?

Jesús Vallejo: Wir sind überglücklich! Ich verspüre eine unglaubliche Freude und es ist ein absolutes Privileg, mit meinen Teamkollegen diese Trophäe geholt zu haben. Wir sind sehr froh, denn es war ein sehr intensives Turnier. Wir müssen uns bei unserem ganzen Team bedanken, den Presseleuten, den Physiotherapeuten, den Ärzten - dieser Titel gehört allen. Jetzt müssen wir ihn einfach nur noch genießen.

SPORT1: Sie haben vor dem Spiel mit viel Respekt von der deutschen Mannschaft gesprochen. War sie denn ein so starker Gegner, wie sie es erwartet hatten?

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Vallejo: Wir wussten, dass Deutschland eine sehr gute Mannschaft hat – und das haben sie auch bewiesen. Es freut uns natürlich, dass wir trotzdem gewonnen haben, nachdem sie 2017 das bessere Ende für sich hatten. Wir alle kennen die Qualität der deutschen Spieler, und sie haben uns in einigen Momenten ganz schön Schwierigkeiten bereitet. Aber letztlich gehört das im Fußball dazu.

SPORT1: Sie haben es angesprochen: Wie groß ist die Genugtuung, Revanche für die Finalniederlage von vor zwei Jahren genommen zu haben?

Vallejo: Es ist immer etwas Besonderes, gegen Deutschland zu gewinnen, natürlich besonders nach der Niederlage 2017. Wir sind aber nicht anders in dieses Finale hineingegangen, als wir es gegen Rumänien getan hätten – ein Endspiel ist schließlich ein Endspiel.

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SPORT1: Sie waren in der Saison 2016/17 für ein Jahr von Real Madrid an Eintracht Frankfurt ausgeliehen. Wie hat Sie diese Zeit in Ihrer persönlichen Entwicklung vorangebracht?

Vallejo: Es war eine unglaubliche Zeit! Ich habe sehr viel von der deutschen Mentalität und vom deutschen Fußball gelernt. Dort wird auch auf eine gute Ballbehandlung geachtet. Ich bin ein großer Fan des deutschen Fußballs, und man kann nur dazu gratulieren, was sich dort tut.

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